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Tipps, Trends und Strategien rund um die Wissensvermittlung mit visuellen Elementen und Videos

Wie Sie Schritt für Schritt ein Erklärvideo erstellen

Wenn es um die Vermarktung eines Produktes geht, steht für viele Unternehmen und Marketing-Experten Transparenz im Vordergrund:...

Wenn es um die Vermarktung eines Produktes geht, steht für viele Unternehmen und Marketing-Experten Transparenz im Vordergrund: Kunden sollen so schnell wie möglich wissen, worum es sich bei dem Produkt handelt, was es beinhaltet bzw. wie es funktioniert. Diese Informationen können Sie auf unterhaltsame und effektive Weise rüberbringen, indem Sie ein Erklärvideo erstellen.

Laut dem Statistik-Portal Statista gibt es viele Gründe, warum Firmen ein Werbevideo erstellen oder generell Videos in ihr Marketing einbinden sollten. Zum einen können Werbevideos ihre Reichweite im digitalen Raum erweitern und vor allem internetaffine Menschen ansprechen. Zum anderen sind Videos hervorragend geeignet, neue Produkte einzuführen, wie eine weitere Statistik zeigt.

Wenn Sie Ihren potenziellen Kunden ein Produkt auf eindrucksvolle Weise präsentieren möchten, dann sollten Sie Bewegtbilder in Betracht ziehen und ein Erklärvideo erstellen. Das mag zunächst furchtbar aufwändig klingen, aber keine Sorge – dank spezieller Erklärvideo-Software können Sie Werbevideos in nahezu Profi-Qualität tatsächlich selbst erstellen.

7 einfache Schritte zu Ihrem professionellen Erklärvideo

Auf den ersten Blick wirkt eine Filmproduktion sehr umfangreich. Wer ein Erklär- oder Werbevideo selbst erstellen will, muss sich mit diesen Fragen auseinandersetzen:

  • Welche Ressourcen werden benötigt?
  • Welche Erklärvideo-Software ist für meine Zwecke am besten geeignet?

Aber wir versichern Ihnen: Sie schaffen das, auch ohne eine externe Produktionsfirma zu beauftragen. Mit etwas Know-how, der richtigen Vorbereitung und guter Software, z. B. TechSmith Camtasia, können Sie Ihre Werbevideos problemlos selbst erstellen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie man dabei vorgeht.

Schritt 1: Alles beginnt mit dem richtigen Stil

Viele Erklärfilme basieren auf animierten Grafiken. Allerdings ist das bei Weitem nicht die einzige Alternative. Möglicherweise passt einer der folgenden Videostile besser zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung:

  • Live Action / Talking Head: Hier wird die erzählende Person vor der dargestellten Handlung eingeblendet.
  • Screencast : Eine Videoaufzeichnung des Computerbildschirms, während die zu zeigende Software bedient und meist von einer Stimme aus dem Off begleitet wird.
  • Whiteboard-Zeichnung: Erklärvideo-Stil, bei dem eine eingeblendete Hand Bilder und Sketches zeichnet.

Natürlich müssen Sie sich nicht sofort auf einen Videostil festlegen. Spätestens bei der Skripterstellung ist es jedoch sehr hilfreich, wenn Sie wissen, welche Art von Video es werden soll. Denn die genannten Alternativen unterscheiden sich in puncto visueller Effekte, optischer Aufmachung und Umsetzung drastisch voneinander.

Schritt 2: Das Skript als Leitfaden

Ein Skript ist das Grundgerüst eines Erklärvideos. Darin legen Sie fest, wie Sie das Video präsentieren wollen und welche Elemente Verwendung finden werden. Planen Sie einen Voice-over-Kommentar? Damit können Sie einen roten Faden herstellen und dem Zuschauer das Visuelle mittels Sprache erklären. Das Visuelle soll das Gesprochene illustrieren und unterstützen.

Ihr Skript sollte die folgenden Aspekte beinhalten:

  • Um welche Art von Produkt oder Dienstleistung geht es?
  • Welches Problem wird von dem Produkt bzw. der Dienstleistung gelöst?
  • Wie wird dieses Problem gelöst?
  • Was benötigt der Nutzer, um direkt loszulegen?

In der Regel sind erklärende Werbevideos nicht länger als 1-2 Minuten. Gehen Sie Ihr Skript vor der Aufnahme mehrmals laut durch – am besten stoppen Sie die Zeit bei der Generalprobe. So können Sie besser einschätzen, wie lang das finale Video sein wird und ob das Skript ggf. gekürzt werden muss oder sogar erweitert werden kann. In jedem Fall gilt: Verwenden Sie kurze und prägnante Formulierungen und kommen Sie möglichst schnell zum Punkt.

Schritt 3: Action! Aufnahme und Bearbeitung von Ton

Beim Erklärvideo erstellen steht die Stimme im Vordergrund.

Bevor Sie den ersten Produktionsschritt angehen, müssen Sie einen Sprecher für Ihre Erklärvideo-Produktion wählen. Klangfarbe und Sprechweise sind dabei weniger wichtig, als dass Ihr Sprecher das Skript mit Selbstbewusstsein liest. Achten Sie darauf, dass Stimme und Vortragsweise mit dem Produkt sowie dem Firmenbild im Einklang stehen und die Informationen nachvollziehbar und authentisch vermittelt werden.

Sobald Sie Ihren Stimmgeber auserkoren haben, kann es losgehen. In einem ruhigen Raum können Sie mit einem qualitativ hochwertigen Mikrofon und einer passenden Aufnahme-Software ähnlich gute Ergebnisse erzielen wie in einem professionellen Aufnahmestudio. Wer eine Komplettlösung sucht, die sowohl Ton- als auch Videoaufnahmen ermöglicht, findet in Camtasia eine praktische Rundum-Software. Für reine Audioaufnahmen bieten Adobe Audition oder die kostenlose Software Audacity einen hohen Funktionsumfang.

Sollten Sie sich während der Aufnahme versprechen, stottern oder in anderer Form undeutlich sprechen, ist das überhaupt nicht schlimm. Machen Sie einfach eine kurze Pause und beginnen Sie den Satz von vorn. Später beim Bearbeiten können Sie misslungene Takes, Versprecher und all das, was Sie doch nicht verwenden möchten, herausschneiden. Auch störende Geräusche wie Hintergrundrauschen oder Popp- und Klickgeräusche, die natürlicherweise beim Sprechen entstehen, sollten entfernt werden.

Schritt 4: Mit Grafiken, Videos und Assets die Botschaft verstärken

Grafische Elemente verstärken die Botschaft des Erklärvideos.

Wie Sie in diesem Schritt vorgehen, hängt davon ab, welche Art Erklärvideo Sie erstellen wollen.

Für ein animiertes Erklärvideo benötigen Sie Grafiken, Symbole und vieles mehr. Bei einem Talking-Head- oder Whiteboard-Video müssen Sie diese Animationen um Aufnahmen einer Hand, die aufwendige Zeichnungen kreiert, oder des Oberkörpers der erzählenden Person erweitern. An dieser Stelle kommen viele schnell zu dem Punkt, einen externen Designer oder Schauspieler zu engagieren. Was viele jedoch nicht wissen: Das ist nicht zwingend erforderlich. Wir empfehlen Ihnen einen Blick auf die TechSmith Assets. Dort finden Sie diverse Materialien, die Sie problemlos zu Camtasia exportieren und verarbeiten können.

Schritt 5: Medien bearbeiten und platzieren leicht gemacht

Eine große Auswahl an Medien für Ihr Werbevideo finden Sie unter TechSmith Assets.

Alle gewünschten Medien parat? Dann geht es ans Eingemachte. In der Videosoftware Ihrer Wahl erstellen Sie ein neues Projekt und es kann losgehen. Fügen Sie die grafischen Elemente auf der Timeline zusammen und stimmen Sie Bilder mit dem Audio ab. Camtasia eignet sich hervorragend für die Erklärvideo-Produktion, da es intuitiv und funktionsreich ist.

Mit Camtasia können Sie Ihren Videos Anmerkungen und Zoomeffekte hinzufügen, Clips trimmen, teilen, heften und verschieben, die Clip-Geschwindigkeit anpassen und vieles mehr.

Schritt 6: Musikalische Untermalung prägt die Stimmung

Zu einer guten Erklärvideo-Produktion gehört musikalische Untermalung.

In nahezu allen Erklärvideos wird Musik als ein atmosphärisches Mittel zur Untermalung eines Settings verwendet. Musik kann verstärken, beeinflussen und verschönern. Auch in der Erklärvideo-Produktion unterstützt sie den Erzähler. Mit Camtasia können Sie im Handumdrehen eigene Musiktitel zu Ihrem Projekt hinzufügen, wie in diesem Tutorial zu sehen ist. Eine Auswahl von Musik-Tracks finden Sie bereits in der Camtasia Bibliothek. Nicht der richtige Sound dabei? Auch hier hilft Ihnen ein Blick in die TechSmith Assets – neben Grafiken finden Sie dort auch Musiktitel zur Auswahl, die für private und kommerzielle Zwecke verwendet werden dürfen.

Schritt 7: Die Wahl der Video-Plattform ist entscheidend

Nachdem alle Produktionsschritte abgeschlossen sind, müssen Sie entscheiden, auf welche Plattform das Video hochgeladen werden soll. 

Sie können von Camtasia aus ein Video direkt an TechSmith Screencast schicken und dieses von dort aus teilen oder einbetten, wo Sie wollen. Screencast bietet einen kostenlosen Account, der perfekt zum hereinschnuppern ist. Sollten Sie mehr Speicherplatz benötigen, steht es Ihnen frei, auf das kostenpflichtige Profi-Konto umzusteigen.

Die wohl bekannteste Video-Plattform ist YouTube. Nicht nur die riesige Nutzerzahl spricht für sich – die Plattform bietet zudem umfangreiche Statistiken zu den hier veröffentlichten Videos. Diese Einblicke sind Ihr Schlüssel zum Erfolg.

Wenn Sie Ihr Erklärvideo lediglich auf Ihrer Website einbetten wollen, könnte Wistia eine Alternative sein. Wistia bietet ebenfalls Videostatistiken und praktische Tools – es ist aber keine öffentliche Videoplattform wie YouTube sondern reines Videohosting. Videos, die bei Wistia hochgeladen werden, müssen daher in fast allen Fällen auf den eigenen Webseiten eingebettet werden.

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kennen Sie die wichtigsten Grundlagen, die Sie benötigen, wenn Sie ein Erklärvideo erstellen möchten. Besuchen Sie unsere englischsprachige TechSmith Academy oder schauen Sie in unsere Blogrubrik Video, wo Sie weitere Informationen zum Erstellen von Videos finden.

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