GIF-Bilder: so suchen, erstellen und verwenden Sie die beweglichen Bilder

Animierte GIFs gehören zum digitalen Urgestein und sind so populär wie nie

Erinnern Sie sich noch an die ersten Websites? Viel Text und fast ausschließlich statische Inhalte bis auf einige bewegliche Bilder – GIFs. Animierte GIFs gibt es seit den Anfängen des Internets und sie sind erstaunlicherweise noch heute in Gebrauch und so populär wie nie. Was genau ein GIF ist, warum diese Art der beweglichen Bilder weit verbreitet ist, wo Sie nach animierten GIFs suchen können und wie Sie GIFs einfach selbst herstellen können – das haben wir für Sie hier zusammengefasst.

GIF-Bilder: Bedeutung und Geschichte von animierten GIFs

Was ist ein GIF? Das Graphic Interchange Format (deutsch: Grafikaustausch-Format), kurz GIF hat Steve Wilhite 1987 in den USA entwickelt. GIF beschreibt ganz allgemein ein Grafikformat für digitale Bilder. Ziel des GIFs war es ursprünglich, Bilddateien so weit zu komprimieren und zu verkleinern, dass sie möglichst wenig Speicherplatz einnahmen. Je kleiner das Bild, desto einfacher konnte es zum Beispiel in Websites eingebunden oder per E-Mail verschickt werden. Die kleine Dateigröße war besonders in den Anfangszeiten des Internets entscheidend, da die Bandbreite von Internetverbindungen um ein Vielfaches geringer war als heutzutage. Die erfahrenen Leser erinnern sich vielleicht noch an altmodische Modems, die eine Übertragungsgeschwindigkeit von 56k hatten. Im Gegensatz zu anderen frühen Grafikformaten erlaubte das GIF sowohl farbige als auch animierte Bilder. Zunächst durften GIFs vom Lizenzgeber CompuServe kostenfrei verwendet werden. Nachträgliche Patentanmeldungen erschwerten für einige Jahre die Nutzung, bis im Jahr 2006 die wesentlichen Patente ausliefen und GIF-Bilder seither frei verwendet werden können.

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Animierte GIFs: Eigenschaften und Verwendung von beweglichen Bildern

Die Ausgangsidee des GIF-Bildes ist auch der Grund für dessen Popularität: Um die Größe eines digitalen Bildes so klein wie möglich zu halten, werden beim GIF mehrere Einzelbilder übereinanderliegend komprimiert in einer Datei abgespeichert. Webbrowser interpretieren diese einzelnen Bilder dann als Animation: Da das Abspielen der einzelnen Bilder zeitverzögert nacheinander erfolgt, entsteht der Eindruck einer kurzen filmähnlichen Sequenz. In Realität handelt es sich zwar um einzelne Bilder, aber die Funktion des GIFs als Animation hat sich mittlerweile durchgesetzt. Animierte GIFs können in Endlosschleife, nur einmal oder mehrere Male abgespielt werden und bleiben dann beim letzten Bild stehen.

GIFs gehen jedoch mit einem entscheidenden Datenverlust einher: Die Farbinformationen werden auf eine Farbtabelle mit insgesamt maximal 256 Farben bzw. Graustufen bei Schwarz-Weiß-Bildern reduziert. In den Anfangszeiten des Internets war das kein großes Problem, da die damaligen Endgeräte gar nicht bessere Bilder ausspielen konnten. Mit der Zeit wurde der Qualitätsverlust jedoch zunehmend problematischer, da die Bildschirme immer bessere Farbdisplays und höhere Auflösungen bekamen. Heute werden GIFs daher vorwiegend in der alltäglichen Kommunikation verwendet, wo eine einfache Handhabung, geringe Datengröße und Kreativität besonders gefragt sind:

Vor allem auf Social Media feiern animierte GIFs Erfolge. Lesen Sie, wie Sie GIF-Bilder in Instagram, Twitter, Facebook oder LinkedIn hochladen.

Auch Arbeitsanleitungen lassen sich mit GIFs hervorragend kommunizieren. Lesen Sie alles über den richtigen Einsatz von animierten GIFs am Arbeitsplatz und welche tollen Eigenschaften GIF-Bilder sonst noch haben.

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GIF-Bilder suchen: beliebte GIF-Datenbanken und Tipps zum Selbermachen

Wenn Sie GIF-Bilder im Web suchen, kommen Sie an der wahrscheinlich größten GIF-Datenbank nicht vorbei: Giphy. Über eine einfache Suchmaske können Sie einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben und Sie bekommen passende GIFs ausgespielt. Ihr ausgewähltes animiertes GIF können Sie entweder über einen der Social-Media-Kanäle teilen (Share Link) oder den Embed-Code kopieren, mit dem Sie das GIF in Ihre Website oder einen Blog einbinden können. Seitdem Giphy von Facebook übernommen wurde, ist dessen GIF-Katalog auch mit Facebooks WhatsApp-Messenger verknüpft.

Der zweite große Player am Markt ist Tenor. Auch Tenor gehört mittlerweile zu einem der Big Four Digitalkonzerne: Google. GIFs von Tenor sind auf der Website oder in der Tenor-App zu finden. Eine weitere populäre GIF-Datenbank ist zum Beispiel Gfycat.

Ihnen reicht es nicht, ein GIF aus einer Datenbank auszusuchen? Dann folgen Sie dieser Anleitung, um in drei Schritten aus einem Video ein GIF zu machen.

Längere Bildschirmaufnahmen und Screencasts lassen sich recht schnell in praktische kurze GIFs verwandeln. Lesen Sie mehr darüber, wann GIFs anstelle von Screencasts sinnvoll sind.

Weitere Tipps zum Download von GIFs lesen.

GIF-Bilder umwandeln und verkleinern: so werden aus animierten GIFs statische Bilder oder Videos

Das Tolle an digitalen Bildformaten ist, dass sie austauschbar sind. In wenigen Schritten können Sie ein animiertes GIF-Bild zum Beispiel in ein statisches Bildformat wie JPEG oder ein PNG verwandeln. Auch die Dateigröße eines GIF-Bildes können Sie problemlos verringern. Das Einzige, was unmöglich ist, ist Bildinformationen später wieder hinzuzufügen: Haben Sie also einmal eine große Bilddatei heruntergerechnet und bestimmte Bildinformationen verworfen, können Sie diese später nicht wieder ergänzen.

Auch wenn GIFs meist bereits eine recht kleine Dateigröße haben, kann es dennoch vorkommen, dass sie noch zu groß sind, um zum Beispiel per E-Mail versendet zu werden. Folgen Sie dieser Anleitung, um GIFs zu komprimieren und herunterzurechnen.

Sie möchten aus einem GIF ein statisches Bild machen? Dann erfahren Sie in dieser Anleitung, wie Sie ein GIF in ein JPEG oder ein PNG umwandeln.

Den Prozess umkehren und aus einem GIF ein Video machen? Kein Problem: So wandeln Sie ein GIF in ein Videoformat um.

Bewegliche Bilder: Sind Cinemagramme ≠ animierte GIFs?

Animierte GIFs strahlen immer noch die Ästhetik von frühen Websites und der Anfangsjahre des Internets aus. Das und ihre leichte Verwendung, geringe Größe und einfache Herstellung machen sie so populär. Cinemagramme basieren auf der gleichen Idee wie animierte GIFs: Sie zeigen einzelne Bilder nacheinander an und erzeugen dadurch den Eindruck einer filmischen Sequenz. Qualität und Ästhetik der Cinemagramme entsprechen jedoch eher unseren heutigen Standards.

Cinemagramme gehen auf die Arbeit von zwei Fotografen zurück: Kevin Burg und Jamie Beck. Daher kommen bei Cinemagrammen meist Fotos zum Einsatz, während bei animierten GIFs alle Arten von Bildern verwendet werden können – Fotos, Grafiken, Zeichnungen, Comics usw. Cinemagramme erzeugen den Effekt eines lebendigen Fotos: Ein kleiner Bereich im Foto bleibt kontinuierlich in Bewegung, sei es aufsteigender Rauch, fließendes Wasser, sich bewegende Blätter oder zwinkernde Augen. Meist handelt es sich dabei um eine subtile, kaum wahrnehmbare isolierte Bewegung eines Bilddetails, während der Großteil des Fotos statisch ist. Cinemagramme erzeugen so einen Eindruck von Unendlichkeit und unterscheiden sich darin vom GIF-Effekt, wo das ganze Bild in Bewegung ist und eine Sequenz einfach wiederholt wird.

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