Willkommen beim TechSmith-Blog

Tipps, Trends und Strategien rund um die Wissensvermittlung mit visuellen Elementen und Videos

Wie Sie in nur 5 Schritten Ihren ersten Screencast aufnehmen

Online-Videos und Videoportale erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Laut Statista wird die durchschnittliche Nutzungsdauer...

Einen Screencast aufnehmen in 5 Schritten.

Online-Videos und Videoportale erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Laut Statista wird die durchschnittliche Nutzungsdauer von Online-Videos zwischen 2017 und 2020 weltweit um 50 % steigen. Mit Screencasts können Sie diesen Trend für sich nutzen, indem Sie Videos

  • für Schulungen und Online-Trainings,
  • in der Kommunikation mit Kunden und Kollegen oder
  • zur Wiederverwertung von Präsentationen einsetzen.

Visuell lassen sich selbst komplexe Themen anschaulich und unterhaltsam verpacken. Außerdem kann der Zuschauer einen Screencast jederzeit abrufen. Was Screencasts sind, was sie Ihnen bringen und wie Sie selbst einen Screencast aufnehmen und daraus ein knackiges Erklärvideo erstellen können – all das verraten wir Ihnen hier.

Was ist ein Screencast und wofür brauche ich das?

Ein Screencast ist eine Videoaufzeichnung des Bildschirms. Man sieht, wie ein Nutzer eine Software bedient, sich durch eine Webseite navigiert oder eine Präsentation abspielt. Der Zuschauer sieht dabei den Bildschirm des Nutzers – ein bisschen so, als würde er ihm über die Schulter schauen. Das Video ist in der Regel unterlegt mit dem gesprochenen Kommentar des Nutzers, was den Lerneffekt beim Zuschauer erhöht.

Screencasts sind einfach zu erstellen und bieten gerade im Geschäftsalltag viele Vorteile. Nehmen wir beispielsweise an, ein Kunde hat eine Frage zur Navigation auf Ihrer Webseite. Sie könnten ihm per Mail oder am Telefon im Detail erklären, auf welcher Seite er wo klicken muss – das ist allerdings für beide Seiten sehr mühsam. Oder Sie erstellen innerhalb von Minuten ein kleines Video-Tutorial. So lösen Sie nicht nur das Problem Ihres Kunden schneller und eleganter, Sie können über die visuelle Schiene eine ganz andere Kundenbindung aufbauen. Nicht umsonst heißt es: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“! Außerdem können Sie dasselbe Video später auch anderen Kunden zur Verfügung stellen und als Online-Content verwenden. Noch effizienter geht es nicht.

Wie Sie Schritt für Schritt Ihren ersten Screencast erstellen

1. Das richtige Tool wählen

Viele meinen, für einen Screencast bräuchte man teures Equipment und das Know-how eines Video-Profis. Weit gefehlt! Tatsächlich brauchen Sie nur einen Bildschirm und eventuell noch ein externes Mikro – alles andere macht sich mit einer speziellen Software für Bildschirmaufnahmen quasi von selbst.

Eine solche Software ist Camtasia von TechSmith. Neben der wichtigen Funktion zum Aufnehmen des Bildschirms verfügt die Sotware über alles, was Sie zum Schneiden und Bearbeiten Ihres Videos benötigen. Trotz des Funktionsumfangs sind die Optionen in Camtasia übersichtlich, und die Software ist intuitiv zu bedienen: einfach installieren, Aufnahmeknopf drücken und schon kann’s losgehen. Probieren Sie es am besten selbst aus – Camtasia ist als kostenlose Testversion verfügbar.

2. Vorbereitungen für den Dreh

Überlegen Sie sich genau, für wen Ihr Video gedacht ist und was Sie damit erreichen wollen. Auch ob Sie einen Screencast mit Ton benötigen und ob Ihr Video für den internen oder externen Gebrauch bestimmt ist, spielt eine Rolle. Möchten Sie Kollegen mit einem Schulungsvideo in einen neuen Workflow einarbeiten oder potenziellen Kunden die Funktionen Ihres digitalen Produkts vorführen?

Wenn Sie professionell auftreten wollen, verfassen Sie am besten ein Skript. Wie so ein Drehbuch aussieht und wie man im Handumdrehen ein Skript schreibt, erfahren Sie im Blogpost zum Thema Videoskripts.

Ein Skript für das Erklärvideo hilft beim Screencast aufnehmen.

Bevor Sie mit der Aufnahme beginnen, sollten Sie ein paar Vorkehrungen treffen:

  • Halten Sie Ihr Skript parat. Legen Sie sich Dateien und Programme, die Sie zeigen wollen, so zurecht, dass Sie schnell darauf zugreifen können.
  • Schalten Sie Benachrichtigungen über neue E-Mails aus und stellen Sie Ihr Telefon stumm.
  • Schließen Sie ein Headset oder externes Mikro an, wenn Ihre Stimme mit aufgezeichnet werden soll.
  • Räumen Sie ggf. Ihren Desktop auf. Entfernen oder verstecken Sie überflüssige Icons und achten Sie auf ein ruhiges Hintergrundbild.

3. Kamera läuft!

Und schon können Sie mit der Aufnahme beginnen!

Öffnen Sie Camtasia und starten Sie eine neue Aufnahme oder rufen Sie direkt den Camtasia Recorder auf. 

  1. Sie können entweder Ihren gesamten Bildschirm aufzeichnen oder einen bestimmten Bereich definieren. Wenn Sie einen Ausschnitt aufnehmen und den Cursor über diesen Ausschnitt hinausbewegen, kann das für den Zuschauer verwirrend sein. Vollbildaufnahmen haben dagegen den Nachteil, dass sie häufig viel sogenannten Blank Space enthalten, also ungenutzte Bereiche.
  2. Entscheiden Sie, ob die Webcam mit aufzeichnen soll.
    Sollten Sie die Webcam-Aufnahme später nicht mehr benötigen, können Sie diese mit nur einem Klick entfernen.
  3. Wählen Sie, ob Sie Mikrofon und/oder Systemaudio aufnehmen wollen. Jetzt den roten Rec-Knopf zur Aufnahme drücken, Countdown abwarten und los geht’s!

Möchten zusätzlich zu Ihrem gesprochenen Kommentar auch den Ton aus Ihren Lautsprechern aufnehmen? Dann aktivieren Sie die Audio-Funktion Systemaudio aufnehmen.

4. Ab in den Schnittraum

Nachdem Sie die Aufnahme beendet haben, wechselt Camtasia automatisch in den Bearbeitungsmodus. Hier können Sie den Screencast abspielen und ihn direkt in der Timeline bearbeiten.

Um störende „Ähms“ und Pausen zu entfernen, markieren Sie einfach die entsprechenden Sequenzen mit der Suchleiste und klicken auf das Ausschneiden-Symbol – fertig. Im Bearbeiten-Menü können Sie bei Bedarf die Audio- und Videospur trennen und den Ton nachbearbeiten. Das alles ist sehr intuitiv und erfordert nur wenige Klicks. Sie können außerdem Elemente durch einfaches Ziehen mit der Maus verschieben oder ins Bild zoomen und das Video mit allerlei Effekten versehen.

Fehler beheben: Markieren Sie Versprecher und Fehlter mit der Suchleiste und klicken Sie dann auf Ausschneiden.

5. Film ab!

Auch wenn es verlockend ist: Feilen Sie nicht zu lange am fertigen Video. Was letztendlich zählt, ist dass Ihre Zuschauer etwas dabei lernen. Sobald Sie mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden sind, sollten Sie daher den Screencast mit Ihrem Zielpublikum teilen. Dafür haben Sie verschiedene Optionen. Sie können das Video

  • auf einer öffentlichen Videoplattform wie YouTube, Screencast.com oder Vimeo hochladen
  • in einem passwortgeschützen oder internen Webspace oder Learning Management System veröffentlichen oder
  • per E-Mail verschicken (nicht empfehlenswert aufgrund der Dateigröße).

Die erste Option hat den Vorteil, dass Sie einen direkten Link zum Video verschicken können und dass die Plattformen für die Weitergabe von Videos optimiert sind. Sehr praktisch: Mit Camtasia können Sie Screencasts direkt auf YouTube, Vimeo oder Screencast.com hochladen.

Screencasting-Tipps

Mit ein paar einfachen Tricks und Kniffen können Sie Ihre Screencasts nach und nach professioneller gestalten. Vermeiden Sie zudem die häufigsten Fehler beim Screencasting.

1. Zeigen Sie Persönlichkeit

Je mehr Sie von Ihrer Persönlichkeit zeigen, desto mehr werden sich Ihre Zuschauer persönlich angesprochen fühlen. Am einfachsten geht das, indem Sie sich selbst per Webcam aufnehmen und die Aufnahme in einer Ecke des Bildschirms anzeigen. Wenn Ihnen das zu viel ist, können Sie Ihre Webcam auch nur am Anfang und am Ende des Screencasts einblenden (das lässt sich übrigens mit Camtasia wunderbar einfach machen). Wenn Sie sich für die Webcam entscheiden sollten: Sorgen Sie für gutes Licht, sonst wird das Bild krisselig, und achten Sie auf einen ruhigen, möglichst einfarbigen Hintergrund.

Webkamera aufnehmen - Camtasia Recorder
Aktivieren Sie die Funktion Kamera in Camtasia, um zusätzlich zum Bildschirm auch die Webkamera aufzuzeichnen.

2. Effekte, Effekte

Wenn Sie etwas routinierter sind, können Sie Ihren Screencast mit ein paar einfachen, aber wirkungsvollen Effekten aufpeppen und nachbessern. Sie können beispielsweise den Mauszeiger farblich hinterlegen und die wacklige Bewegungen ausgleichen, damit er besser zu sehen ist, oder bestimmte Elemente mit Pfeilen, Kästen, Infotexten und anderen sogenannten Callouts hervorheben. Aber Achtung! Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Effekte können zwar sehr hilfreich sein, besonders um komplexe Sacherverhalte zu verdeutlichen. Zu viele Effekte lenken aber vom eigentlichen Thema ab.

3. Screencast mit eigenen Bildern, PowerPoint Folien und Videos erweitern

Screencasts sind nicht auf eine reine Bildschirmaufnahme beschränkt. Ergänzen Sie die Aufnahme mit eigenen Bildern, Logos und Grafiken um das Video noch aussagekräftiger zu gestalten. Fügen Sie Hintergrundmusik hinzu oder erstellen Sie einen eigenen Vorspann. Auch PowerPoint Folien lassen sich problemlos in Camtasia Projekte integrieren.

Mit den TechSmith Assets stehen einem zudem tausende von lizenzfreien Videoclips, Intros, Icons und Musikstücke zur Verfügung, mit denen die eigenen Videos verbessert und erweitert werden können.

Sind Sie bereit für Ihren nächsten Screencast? Einfach Camtasia als kostenlose Testversion runterladen und ausprobieren. Sie werden sehen: Screencasten macht Spaß!

Abonnieren Sie den Newsletter von TechSmith

Machen Sie es wie mehr als 200.000 andere Benutzer, die jeden Monat Tipps und Rat von Experten in ihrem Posteingang finden.

Abonnieren