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Tipps, Trends und Strategien rund um die Wissensvermittlung mit visuellen Elementen und Videos

Benutzerhandbücher erstellen und ansprechend gestalten

Von guter technischer Kommunikation profitieren Unternehmen und Kunden gleichermaßen. Lernen Sie die Grundlagen.

Das beste Produkt ist nutzlos, wenn man nicht weiß, wie man es richtig verwendet. Begleitinformationen zur Anwendung sind so alt wie der Mensch selbst: Schon unsere Steinzeit-Vorfahren erklärten die Verwendung bestimmter Werkzeuge in ihren Felsmalereien. Wer für seine Kunden gute Handbücher erstellt, schafft den Unterschied zwischen einer positiven Benutzererfahrung und einem enttäuschenden Anwendererlebnis. 

Allerdings gibt es auch bei der technischen Kommunikation einige No-Gos zu beachten. Sicher ist auch Ihnen bereits die ein oder andere Produktdokumentation begegnet, die im besten Fall zum Schmunzeln anregte, im schlimmsten Fall zur Verzweiflung führte.

Was also macht eine gelungene Benutzerdokumentation aus, und was gehört dazu, gute Bedienungsanleitungen zu schreiben?

Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Was versteht man unter technischer Kommunikation?

Laut dem Berufsverband tekom ist technische Kommunikation der „Prozess der Definition, Erstellung und Bereitstellung von Informationsprodukten für die sichere, effiziente und effektive Verwendung von Produkten“.

Definition: Was ist Benutzerdokumentation

Die technische Dokumentation wird auch TD, Benutzerdokumentation oder Produktdokumentation genannt. Sie umfasst unter anderem Benutzerhandbücher (z. B. für die Softwaredokumentation), die dem Endkunden die Anwendung eines Produkts erklären. Auch Montageanleitungen gehören zur technischen Dokumentation – ein Beispiel, das allen IKEA-Kunden nur allzu geläufig sein dürfte. 

Technische Dokumentation am Beispiel einer IKEA-Montageanleitung
©Ikea

Hier sehen Sie eine Montageanleitung für ein IKEA-Regal. Auch ohne Text sind die Instruktionen dank Diagrammen und Bildern klar und leicht verständlich.

Technische Kommunikation hat viele Gesichter:

  • Videospiele enthalten Anleitungen, die Spielern erklären, mit welchem Knopf sie den Gegner erfolgreich ausschalten können.
  • In der Softwaredokumentation erfahren Sie, welche Funktionen Ihr neues Programm bietet und wie Sie diese nutzen.
  • Steuerformulare enthalten Anweisungen, wie man diese richtig ausfüllt.
  • Rasenmäher und Staubsauger enthalten Bedienungsanleitungen, die erklären, wie man diese einschaltet und sicher verwendet. 

Warum Hersteller technische Dokumentation erstellen

Benutzeranleitungen sind nicht nur für neue Anwender gedacht.

Auch erfahrene Anwender werfen hin und wieder einen Blick in die Bedienungsanleitung eines Produkts, wenn sie etwas vergessen haben, ein Problem auftritt oder wenn sie eine bestimmte Funktion nutzen möchten, die sie bisher noch nicht verwendet haben.

Schaffen Sie ein positives Kundenerlebnis

Vielleicht denken Sie jetzt: Ein Handbuch erstellen ist doch keine Kunst! Alles, was man braucht, sind ein paar kurze Erklärungen, wie man das Produkt anwendet, und damit ist der Fall erledigt.

Aber nicht so schnell.

Eine gute Bedienungsanleitung zu schreiben erfordert mehr, als nur Anweisungen aneinanderzureihen. Die Benutzerdokumentation ist Teil des Kundenerlebnisses – und gehört damit zu Ihren Marketingmaterialien.

Schaffen Sie eine außergewöhnliche Benutzererfahrung

Gute technische Dokumentation zeigt Ihren Kunden, dass es Ihnen nicht nur darum geht, Ihre Produkte zu verkaufen, sondern auch darum, dass diese ihren Anwendern den größtmöglichen Nutzen bieten.

Das steigert die Zufriedenheit – und damit die Loyalität – Ihrer Kunden.

Wenn Sie sich wünschen, dass Ihre Kunden Lobeshymnen auf Ihre Produkte und Dienstleistungen singen, ist eine gute technische Dokumentation also ein absolutes Muss.

Weiterführende Informationen: 9 Tipps, um gute technische Dokumentation zu erstellen

Technische Kommunikation erleichtert die Arbeit Ihrer Kundenbetreuer

Kunden wenden sich nicht nur an den Kundenservice, wenn ein Problem auftritt, sondern auch, wenn sie allgemeine Fragen oder Verständnisprobleme haben. Unterstützen Sie Ihre Kundenbetreuer, indem Sie möglichst nützliche und anwenderfreundliche Handbücher erstellen.

1. Die Produktdokumentation dient als Nachschlagewerk für Ihre Kundenbetreuer

Auch wenn der Name es vermuten lässt: Die Benutzerdokumentation wird nicht nur für den Endnutzer erstellt. Auch für Ihre Kundenbetreuer stellen Produkthandbücher wichtige Informationsquellen dar, die sie beim Gespräch mit einem Kunden zu Rate ziehen können. Erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern die Arbeit, indem Sie Ihre Produktdokumentation mit einem Inhaltsverzeichnis oder Index versehen, sodass die gewünschten Informationen bei Bedarf schnell auffindbar sind. Bei elektronischen Dokumenten ist eine Suchfunktion ideal. Hierzu erfahren Sie weiter unten noch mehr.

2. Benutzerhandbücher reduzieren Anrufe

Wie bereits erwähnt wenden sich viele Anwender bei Fragen direkt an den Kundenservice. Wenn Kunden die benötigten Informationen selbst finden können, ist die Wahrscheinlichkeit eines Anrufs weitaus geringer. Laut einer Salesforce-Studie ziehen 89 % der Millennials es vor, Hilfe im Internet zu suchen, statt zum Telefon zu greifen oder eine E-Mail zu verschicken. 

Natürlich kann selbst die beste Produktdokumentation nicht alle Anrufe verhindern. Doch solange Sie Anleitungen und Handbücher erstellen, die umfassend, leicht verständlich, klar und prägnant sind, werden Sie sehen, dass die Anfragen bei Ihrer Kundenbetreuung deutlich zurückgehen werden. 

Was zeichnet eine gute technische Dokumentation aus?

Ebenso wie jedes Produkt einzigartig ist, gibt es auch keine Universalanleitung, um gute Handbücher zu erstellen. 

Merkmale guter technischer Kommunikation

Einige Merkmale sind jedoch typisch für eine gelungene technische Dokumentation, zum Beispiel:

  • Einfache Sprache
  • Klare und deutliche Anweisungen
  • Bilder zur Veranschaulichung
  • Das Problem steht im Mittelpunkt
  • Logischer Aufbau mit klarer Hierarchie
  • Inhaltsverzeichnis
  • Suchfunktion
  • Barrierefreiheit
  • Ansprechendes Design
  • Nutzerfeedback
  • Weiterführende Links

Einfache Sprache

Nichts ist frustrierender für Kunden als unverständliche Anweisungen. Niemand fühlt sich gerne dumm. Vermitteln Sie Ihren Kunden niemals das Gefühl, dass sie Ihrem Produkt nicht gewachsen sind.

Verwenden Sie nach Möglichkeit eine klare, einfache Sprache – besonders dann, wenn Sie Ihren Kunden komplexe Inhalte erklären.

Halten Sie sich den Leitsatz vor Augen: Sie schreiben für den Anwender, nicht für den Entwickler.

Das mag selbstverständlich klingen. Doch oft ist es schwieriger, als man denkt, ein Produkt, das man in- und auswendig kennt, für Laien zu beschreiben. Sie selbst sind mit dem Fachwortschatz, mit Abkürzungen und anderem Insiderwissen vertraut. Auf viele Ihrer Kunden trifft das nicht zu. Was für Sie völlig natürlich ist, kann Ihre Kunden verwirren und entmutigen. Um zu gewährleisten, dass Ihre Benutzerdokumentation einfach zu lesen ist:

  • Stellen Sie sich vor, Ihr Kunde hat keinerlei Vorkenntnisse zu Ihrem Produkt.
  • Setzen Sie nicht voraus, dass der Branchenwortschatz, der für Sie alltäglich ist, auch außerhalb Ihres Büros zum Allgemeinwissen gehört.
  • Schreiben Sie Bedienungsanleitungen mit Blick auf Ihre Kunden und bedenken Sie, dass diese möglicherweise etwas ausführlichere Erklärungen benötigen.
Gute TD ist hilfreich, visuell ansprechend und barrierefrei

Klare und deutliche Anweisungen

Halten Sie sich an das KISS-Prinzip („Keep it simple, stupid“). Das gilt sowohl für den Inhalt als auch das Design Ihrer Benutzerhandbücher. Lange Textblöcke und vollgefüllte Seiten überfordern das Auge des Betrachters. 

Wenn Anleitungen nicht übersichtlich gestaltet sind, greifen Nutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit lieber zum Telefon, als dass sie versuchen, selbst Antworten zu finden. Damit erweisen Sie weder Ihren Kundenbetreuern noch der Benutzererfahrung einen Dienst.

Bilder zur Veranschaulichung

Die besten Handbücher folgen dem Motto „Lieber zeigen statt beschreiben“. 

Mit visuellen Elementen wie Bildern, Screenshots mit Anmerkungen, Grafiken und Videos vermitteln Sie Ihren Kunden schnell und präzise, wie sie mit Ihrem Produkt umgehen müssen. Ersparen Sie ihnen das mühsame Lesen und zeigen Sie ihnen lieber direkt, was Ihr Produkt zu bieten hat!

Eine aktuelle Studie von TechSmith beweist, dass Menschen Informationen schneller aufnehmen und Aufgaben besser erledigen, wenn sie Anweisungen auf visuellem Weg erhalten.

Die TechSmith Studie unterstreicht den Mehrwert von visuellen Inhalten in der Produktdokumentation

Bildmaterial ist außerdem ideal, um lange Textpassagen aufzulockern und komplizierte Erklärungen zu vermeiden, die Ihre Produktdokumentation unüberschaubar machen und abschreckend wirken würden. 

Zu den beliebtesten Methoden, um mehr Bildmaterial in die technische Dokumentation einzubinden, ehören Screenshots, Bildschirmaufnahmen und Video-Tutorials.

Sagt Ihnen der Begriff SUI-Grafik etwas? SUI-Grafiken (kurz für „Simplified User Interface“-Grafiken) sind vereinfachte grafische Darstellungen der Bildschirmoberfläche oder anderer grafischer Elemente. Damit können Sie Informationen innerhalb Ihrer Bilder aufs Wesentlichste reduzieren und überflüssige bzw. ablenkende Elemente ausblenden.

Hier sehen Sie einen normalen Screenshot einer Dropdown-Liste:

Screenshot einer Dropdown-Liste zur Illustration einer Softwaredokumentation

Und hier sehen Sie dieselbe Liste in der vereinfachten Version:

Vereinfachter Screenshot für die Softwaredokumentation

Wenn Sie jemandem erklären möchten, wo die Funktion Mobilgerät verbinden zu finden ist, ist das zweite Bild eindeutig die bessere Wahl, da es unnötige und störende Informationen verbirgt. Der Betrachter sieht auf einen Blick, was zu tun ist.

Vermutlich haben Sie SUI-Grafiken bereits im Alltag gesehen, ohne dass sie Ihnen aufgefallen sind.

Beispielsweise diese hier aus der G Suite-Hilfe:

Screenshot aus der G Suite-Hilfe zur Illustration von SUI-Grafiken

Das Erstellen von Screenshots geht einfach über bestimmte Tastenkombinationen Ihres Computers. Wenn Sie etwas mehr Bearbeitungsfunktionen wünschen oder darüber hinaus auch Bildschirmvideos aufnehmen möchten, ist das Programm Snagit eine gute Wahl.

Profi-Tipp: Mit Snagit können Sie Ihre Bilder mit nur einem Klick in SUI-Grafiken verwandeln!

Das Problem steht im Mittelpunkt

Jedes Produkt dient der Lösung eines Problems. Leider sind viele Hersteller so begeistert von all den coolen Funktionen ihrer Produkte, dass sie vergessen, den eigentlichen Nutzen für den Verbraucher hervorzuheben.

Konzentrieren Sie sich auf das „Warum“ und nicht das „Wie“

Zeigen Sie Ihren Kunden, wie Ihr Produkt ihr Leben erleichtert.

Natürlich wollen Sie Ihre Produkteigenschaften erklären – das sollten Sie auch. Aber es ist besser, dies beiläufig zu tun, also während Sie Ihren Kunden erläutern, wie sie Ihr Produkt zur Lösung eines bestimmten Problems einsetzen.

Ein Video-Tutorial zur Softwaredokumentation kann beispielsweise veranschaulichen, wie man eine bestimmte Funktion des Programmes nutzt, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Die Lösung steht dabei im Vordergrund, doch gleichzeitig erhält der Kunde einen Einblick in die Funktionsvielfalt der Software. Konzentrieren Sie sich auf das „Warum“ und nicht das „Wie“.

Hier sehen Sie ein gutes Beispiel:

Hinweis: Dieses Video ist nur in englischer Sprache verfügbar.

Logischer Aufbau mit klarer Hierarchie

Gute technische Dokumentation weist eine klare Hierarchie mit Überschriften und Unterüberschriften auf, die dem Leser auf Anhieb deutlich macht, welche Informationen wo zu finden sind. Ein logischer Aufbau hilft dem Anwender dabei, das Produkt möglichst effizient einzusetzen.

Achten Sie, wenn Sie Ihre Bedienungsanleitung schreiben, darauf, dass Sie den Leser nicht verwirren: Gehen Sie nicht auf komplizierte Funktionen ein, bevor Sie die Grundlagen des Produkts eingehend erklärt haben. Arbeiten Sie sich langsam von einfach bis kompliziert vor, sodass der Nutzer seinen Kenntnisstand Schritt für Schritt erweitern kann.

Inhaltsverzeichnis

Ein Inhaltsverzeichnis ermöglicht Ihren Kunden, schnell und problemlos gewünschte Informationen oder Antworten auf ihre Fragen zu finden. So müssen sie nicht zahllose Seiten Text durchsuchen und damit wertvolle Zeit vergeuden. Das Inhaltsverzeichnis sollte alle in der Benutzeranleitung verwendeten Haupt- und Nebenüberschriften aufführen.

Beispiel für eine übersichtliche Gestaltung der Benutzerdokumentation

Suchfunktion

Bis vor Kurzem war es gang und gäbe, Benutzeranleitungen in gedruckter Form zum Produkt mitzuliefern. Heutzutage macht es mehr Sinn, elektronische Handbücher zu erstellen, da die meisten von uns jederzeit ein Smartphone zur Hand haben. Natürlich können Sie zusätzlich auch gedruckte Bedienungsanleitungen bereitstellen, doch eine elektronische Version bietet Vorteile, die Sie nicht missen sollten – allem voran die Suchfunktion.

Ebenso wie das Inhaltsverzeichnis vereinfacht das elektronische Format die Suche nach bestimmten Inhalten und trägt damit dazu bei, Anfragen beim Kundenservice zu reduzieren. 

Barrierefreiheit

Bemühen Sie sich, Handbücher zu erstellen, die für alle Anwender zugänglich sind. Von Blinden und Sehbehinderten über Taube und Schwerhörige bis hin zu Menschen mit körperlichen Einschränkungen sollten all Ihre Kunden Ihre technische Dokumentation nutzen können. 

Bei elektronischen Bedienungsanleitungen lässt sich Barrierefreiheit mit geringem Zusatzaufwand umsetzen.

Erfahren Sie mehr über das Thema Barrierefreiheit im Internet.
Hier finden Sie Werkzeuge zur Überprüfung Ihrer Web-Inhalte.

Ansprechendes Design

Stellen Sie Ihren Nutzern ein Handbuch zur Verfügung, das sie auch gerne zur Hand nehmen.

Halten Sie sich daher Ihre Kunden beim Design Ihrer Produktdokumentation stets vor Augen. Ihr Ziel ist es, Anleitungen so praktisch und anwenderfreundlich wie möglich zu gestalten. Vermeiden Sie lange Absätze und textlastige Seiten, um Nutzer nicht zu überwältigen. Lassen Sie genug Weißraum, um dem Auge eine Pause zu verschaffen. 

Je ansprechender Ihre Benutzerdokumentation ist, desto wahrscheinlicher wird sie zur Hand genommen

Nutzen Sie nach Möglichkeit Grafiken und Bilder, um Vorgänge zu illustrieren, statt diese zu beschreiben. In elektronischen Formaten bieten sich Videos und Gifs an.

Verwenden Sie einheitliche Schriftarten und Farben über Ihre gesamte technische Kommunikation hinweg. Achten Sie darauf, dass Ihre Anleitung dem Gestaltungsleitfaden Ihres Unternehmens entspricht. Falls Sie noch keinen Gestaltungsleitfaden haben, sollten Sie dies schnell nachholen. 

Nutzerfeedback

Der einzige Weg, um sicherzugehen, dass Ihre technische Kommunikation Endnutzern auch wirklich hilft, ist, diese zu befragen. Holen Sie Feedback von Testpersonen außerhalb Ihres Unternehmens ein und nutzen Sie diese Einblicke, um Ihre Produktdokumentation optimal auf die Bedürfnisse Ihrer Anwender abzustimmen. Nur ein Outsider kann Ihnen sagen, wo etwas unklar ist und wo weiterer Erklärungsbedarf besteht.

Weiterführende Links

Teilen Sie Ihren Kunden mit, wo sie weitere Informationen zu Ihrem Produkt und dessen Anwendung finden können. In elektronischen Bedienungsanleitungen bieten sich Links zu Video-Tutorials, FAQ-Seiten, Nutzerforen und mehr an. Gedruckte Anleitungen sollten zumindest die URLs von weiterführenden Webseiten sowie die Telefonnummer Ihrer Kundenbetreuung enthalten.

Bonus: Schritt-für-Schritt-Anweisungen

Teilen Sie Ihre Anleitungen nach Möglichkeit in einzelne Schritte auf. So können Sie lange Textpassagen vermeiden und komplexe Prozesse besser verständlich erklären.

Noch anwenderfreundlicher werden Ihre Anleitungen, wenn Sie diese mit Bildern und Grafiken illustrieren.

Snagit bietet eine praktische Funktion, um mit wenig Aufwand Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu erstellen. Mit der Funktion Bilder kombinieren können Sie einzelne Screenshots und Fotos zu einem Bild zusammenführen und damit den Bearbeitungsprozess vereinfachen.

Beispiel für den Einsatz von Snagit, um Benutzerhandbücher zu erstellen
Zusammenfassung der einzelnen Schritte, um gute technische Dokumentation zu erstellen

So können auch Sie gute Benutzerhandbücher erstellen

Den Einstieg finden

Bevor Sie anfangen, Ihre Bedienungsanleitung zu schreiben, sollten Sie sich Zeit zum Planen nehmen. Überlegen Sie, wie Sie Ihren Anwendern am besten helfen können.

Hier sind einige Fragen, die Sie sich dabei stellen sollten:

  • Welche Informationen muss Ihr Handbuch unbedingt enthalten? Welche Details sind unwichtig und können ausgelassen werden? (Hinweis: Hier ist das Feedback von echten Nutzern enorm hilfreich.)
  • In welcher Reihenfolge sollten Sie Ihre Informationen präsentieren? (Erinnern Sie sich noch an den Deutschunterricht in der Schule? Betrachten Sie Ihre Anleitung wie einen Aufsatz und folgen Sie den Regeln für einen sinnvollen Aufbau.)
  • Welche weiteren Ressourcen können Sie integrieren? Wie wollen Sie Leser darauf verweisen?
  • Wer übernimmt die Gestaltung der Benutzerdokumentation? Wer kümmert sich darum, Feedback einzuholen? Wer ist für die Freigabe zuständig?
  • Soll die Produktdokumentation übersetzt oder lokalisiert werden?

Die Antworten auf diese Fragen bieten einen wichtigen Leitfaden bei der Erstellung Ihrer technischen Dokumentation. Je mehr Zeit Sie in die Planung investieren, desto weniger Zeit benötigen Sie für die Umsetzung.

Verschiedene Formate für die technische Dokumentation

Das Format bestimmen

Auch das endgültige Format Ihrer technischen Dokumentation ist eine Überlegung wert. Wollen Sie ein gedrucktes oder ein rein elektronisches Dokument erstellen? Wo können Anwender Ihre Benutzerdokumentation finden?

In den allermeisten Fällen ist es empfehlenswert, neben gedruckten Anleitungen auch elektronische Versionen bereitzustellen. 

Smartphones, Computer und Tablets bieten Informationen auf Abruf, egal zu welcher Tageszeit oder wo wir uns gerade befinden. Auch Ihre Benutzerdokumentation sollte diese Flexibilität bieten. Für Ihre Kunden ist das viel bequemer, als im Bedarfsfall Ordner oder Schubladen nach einer gedruckten Anleitung zu durchsuchen. 

Darüber hinaus ist es einfacher, elektronische Dokumente barrierefrei zu gestalten. Oder haben Sie vor, Ihr Handbuch auch in Blindenschrift drucken zu lassen? Wie sieht es bei Nutzern mit eingeschränkter Motorik der Finger und Hände aus? Mit Hilfe von Tools wie Barrierefinder können Sie die Barrierefreiheit elektronischer Dokumente garantieren. Bei gedruckten Dokumenten gestaltet sich das schwieriger.

Ein weiterer Vorteil: Elektronische Anleitungen lassen sich leichter aktualisieren.

Hinweis: Sofern Sie nicht ausdrücklich wünschen, dass Nutzer Ihre Anleitungen ausdrucken, ist ein PDF-Dokument NICHT empfehlenswert. Besser ist es, eine elektronische Version als normalen Web-Text in Ihre Webseite zu integrieren. Hierfür sprechen verschiedene Argumente, doch das wichtigste ist: Es erleichtert die Nutzung. 

Nutzen Sie PDF-Dateien NUR dann, wenn eine Druckmöglichkeit gewünscht ist

Sie können gerne eine PDF-Version zum Download zur Verfügung stellen, doch zusätzlich sollte Ihre Benutzerdokumentation in voller Länge auf Ihrer Webseite zu finden sein.

Das Produkt in- und auswendig kennen

Eine gute Softwaredokumentation oder Benutzeranleitung zu schreiben, erfordert detaillierte Kenntnisse, wie man das jeweilige Programm bzw. das Produkt verwendet.

Machen Sie sich so gut wie möglich mit Ihren Produkten vertraut und ziehen Sie wenn nötig Ihre internen Experten zu Rate.

Erstellen Sie Ihr Benutzerhandbuch

Wenn Sie alle Fragen beantwortet und alle Entscheidungen getroffen haben, ist es an der Zeit, Ihr Benutzerhandbuch zu erstellen. Hierbei gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Verwenden Sie Fachbegriffe und technische Ausdrücke nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt und liefern Sie die nötigen Definitionen.
  • Vermeiden Sie Abkürzungen ohne Erklärung.
  • Verwenden Sie einen einheitlichen Schreibstil. Halten Sie sich an den Gestaltungsleitfaden Ihres Unternehmens, sofern vorhanden.
  • Stellen Sie sich vor, der Anwender hat keinerlei Vorkenntnisse zu Ihrem Produkt. Veranschaulichen Sie Informationen wann immer möglich.
  • Verwenden Sie eine klare, einfache Sprache. Bedenken Sie, dass jeder sechste Erwachsene auf dem Niveau eines Zehnjährigen liest. Doch auch für fortgeschrittene Leser ist eine einfache Sprache besser verständlich und lässt sich schneller verarbeiten.
  • Achten Sie auf eine ansprechende Gestaltung, die den Betrachter zum Lesen anregt.

Testen Sie Ihr Handbuch

Die technische Dokumentation einer Software oder eines Produkts ist dann gelungen, wenn der Anwender nach dem Lesen in der Lage ist, das Programm oder Produkt in vollem Umfang zu nutzen. Das zeigt sich oft erst in der Praxis. Vergessen Sie deshalb nicht, Ihre TD vor der Verbreitung einem Anwendertest zu unterziehen.

Hier einige Tipps dazu:

  • Wichtig: Lassen Sie Ihr Produkt von einigen Pilotanwendern ausprobieren und sich Feedback geben.
  • Externe Tester sind ideal, aber im Zweifelsfall ist ein interner Testdurchlauf besser als gar keiner. Wählen Sie in diesem Fall Mitarbeiter aus, die mit dem Produkt möglichst wenig vertraut sind.
  • Beziehen Sie Ihre Entwickler und Ingenieure mit ein. Sie kennen das Produkt besser als jeder andere und haben eine einzigartige Perspektive.

Achten Sie darauf, dass Ihre TD stets aktuell ist

Wann immer sich Ihr Produkt ändert, muss auch die technische Dokumentation angepasst werden. Hier bieten Anleitungen in elektronischer Form einen klaren Vorteil. Doch auch gedruckte Dokumente können aktualisiert und auf Ihrer Webseite zum Download zur Verfügung gestellt werden. 

Wichtig ist, dass Ihre TD stets auf dem aktuellen Stand des Produkts ist. Nur so stellt sie einen Mehrwert für Ihre Kunden dar. 

Fazit

Wenn Sie nur eins aus diesem Leitfaden mitnehmen, dann hoffentlich, dass der Nutzwert für den Anwender an erster Stelle stehen muss, wann immer Sie ein Handbuch erstellen.

Setzen Sie Ihre technische Kommunikation gezielt ein, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Gestalten Sie Ihre TD möglichst hilfreich, visuell ansprechend und barrierefrei.

Mit Snagit können Sie selbst komplizierte Anweisungen auf eingängige Weise erklären. Laden Sie Ihre kostenlose Testversion herunter.

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