Aktuelle Trends beim digitalen Onboarding 2022

Aktuelle Trends beim digitalen Onboarding 2022

Mit Interaktivität, KI, Gamification und VR den Onboarding-Prozess bereichern

Die vergangenen zwei Pandemie-Jahre haben vielen Unternehmen beim Onboarding ein radikales Umdenken abverlangt: Innerhalb kürzester Zeit mussten neue Strukturen für einen komplett digitalen Onboarding-Prozess geschaffen werden – vom Bewerbungsgespräch über die digitale Vertragsunterzeichnung bis hin zur digitalen Einarbeitung und Integration in die Unternehmenskultur. Erste Evaluierungen zeigen, dass trotz vieler Erfolge beim digitalen Onboarding einzelne Bereiche auf der Strecken geblieben sind: Besonders die persönliche Bindung ans Unternehmen und die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit während der digitalen Einarbeitung und später beim Arbeiten remote scheinen gelitten zu haben. Fühlen sich neue Mitarbeiter mit dem neuen Unternehmen weniger verbunden oder konnten keine persönliche Bindung zu den neuen Kolleginnen und Kollegen aufbauen, fällt eine Kündigung sehr viel leichter. Doch es gibt Trends beim digitalen Onboarding, die genau hier ansetzen:

Soziale Integration beim digitalen Onboarding

Hybrides Arbeiten, Remote Work und Home Office werden auch langfristig in bestimmten Berufszweigen bedeutsam sein und uns erhalten bleiben. Viele Unternehmen haben mittlerweile die Grundlagen für einen reibungslosen digitalen Onboardingprozess geschaffen. Nun gilt es, bei einzelnen Bereichen nachzubessern. Möchten Sie Ihre Mitarbeiter langfristig an Ihr Unternehmen binden, dann müssen Sie eine attraktive Unternehmenskultur schaffen – und kontinuierlich pflegen. Stellen Sie sicher, dass sich Mitarbeiter auch in einer rein digitalen Arbeitsumgebung gut aufgehoben fühlen und Gelegenheit haben, eine persönliche Bindung zu den Kolleginnen und Kollegen aufzubauen. Der Chat in der Teeküche, das gemeinsame Mittagessen, der Feierabend-Drink, kurz, der soziale Austausch sind wichtig für die Mitarbeiterzufriedenheit. Bei Remote Teams müssen Sie daher geeignete digitale Werkzeuge und Aktivitäten für den persönlichen Austausch anbieten:

Instant Messaging in Tools wie Slack oder Teams erleichtert die Kommunikation zwischen einzelnen Mitarbeitern zu bestimmten Themen oder Interessen. Richten Sie einen speziellen Kanal für neue Mitarbeiter ein, die sich dort vorstellen und austauschen können. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Gelegenheit, private Interessen oder Hobbys in dedizierten Kanälen und Gruppen zu teilen. Oder stellen Sie regelmäßig gelungene Projekte und die dafür Verantwortlichen in einem dedizierten Slack- oder Teams-Channel vor. Vergessen Sie neben dem digitalen Austausch nicht, analoge Team-Meetings zu organisieren und anzubieten. Ist Ihr Unternehmen in verschiedenen Ländern oder Städten ansässig, können lokale Treffen die Verbundenheit mit dem Unternehmen stärken. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, ihre Persönlichkeit und Interessen auch digital einzubringen, und fördern Sie eine digitale Unternehmenskultur, die Diversität, Toleranz und Respekt belohnt. Schaffen Sie also Gelegenheiten für den digitalen Teeküchen-Chat und persönlichen Austausch.

VR und Gamification

Gamification, also die Anwendung von spieltypischen Elementen in einem spielfremden Kontext, wird in der Arbeitswelt zunehmend wichtig. Auch beim Onboarding spielt die Nutzung von Online-Spielen zum Erlernen neuer Fähigkeiten eine immer größere Rolle. Mittlerweile gibt es bereits vorproduzierte Onboarding Games, die neuen Mitarbeitern dabei helfen, ihre Aufgaben zu erlernen und die Kolleginnen und Kollegen zu treffen.

Auch die Vorteile der Virtual Reality (VR) im beruflichen Kontext werden immer mehr erkannt, zumal die Technik preiswerter wird und die dafür nötigen hohen Datenübertragungsraten meist kein Problem mehr darstellen. Besonders in der Medizin und Rehabilitation wird schon länger mit VR-Technologie gearbeitet, zum Beispiel um medizinische Techniken wie Operationen zu trainieren. Auch die Arbeit an Maschinen und Wartungsarbeiten lassen sich mit VR sehr gut erlernen. Beim Onboarding gibt es nun den wachsenden Trend, VR beim Bewerbungsgespräch einzusetzen oder neuen Mitarbeitern per VR-Brille einen Eindruck des Unternehmens zu vermitteln. Doch auch hier wird die reale Welt nicht komplett ausgeblendet: Die Agentur Accenture zum Beispiel versendete zum Onboarding neben Laptop und VR-Brille auch Poster und Schilder des Unternehmens, welche die neuen Mitarbeiter zum Beispiel als Hintergrund für Telefonkonferenzen im Home Office aufstellen können.

Künstliche Intelligenz

KI ist bereits seit einigen Jahren ein wichtiger Helfer beim Recruitment-Prozess. Doch auch beim Onboarding und Training kommt KI vermehrt zum Einsatz: Sie kann helfen, Lernfortschritte beim digitalen Training zu dokumentieren und auszuwerten, um unter Beachtung von persönlichen Interessen und Kompetenzen der Mitarbeiter neue Lerneinheiten zum Beispiel in Form von Microlearning vorzuschlagen. Generell kann KI dabei helfen, maßgeschneiderte Trainings- und Lernempfehlungen auf Grundlage der Fähigkeiten und Positionen der Mitarbeiter zu entwickeln, und Manager in dieser Hinsicht entlasten. KI kann auch in Vorbereitung von Mitarbeitergesprächen eingesetzt werden, wenn Beurteilungen und Übungen mithilfe von KI ausgewertet werden.

Beim Onboarding größerer Unternehmen lohnt sich zudem ein KI-gesteuerter Chatbot, der häufig gestellte Fragen von neuen Mitarbeitern – zum Beispiel über das Unternehmen, das Team oder Arbeitsabläufe – beantworten kann. Dabei kann der Chatbot so für jeden Mitarbeiter personalisiert werden, dass er wie ein persönlicher Assistent arbeitet.

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Ryan Knott

TechSmith Marketing Content Specialist and manager of the TechSmith Blog. More than 25 years of communications and marketing experience. Geek. Science and sci-fi enthusiast. Guitar player. On a mission to pet all the dogs. He/him. A few things about me: 1) Mildly (or not-so-mildly) obsessed with the movie Alien, 2) two rescue pibbles (Biggie and Reo), and 3) friend of ducks everywhere. Ask me about my seven+ years as a roller derby coach.

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