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In 7 Schritten zum perfekten How-to-Video

How-to-Videos sind die Anleitungen des 21. Jahrhunderts. Wer will ein langweiliges Handbuch lesen, wenn dieselben Informationen...

How-to-Videos sind die Anleitungen des 21. Jahrhunderts.

How-to-Videos sind die Anleitungen des 21. Jahrhunderts. Wer will ein langweiliges Handbuch lesen, wenn dieselben Informationen auf dem Bildschirm unterhaltsam präsentiert werden können?

Sicher haben auch Sie schonmal ein How-to-Video – auch Video-Tutorial, Anleitungsvideo oder „So-geht’s“-Video genannt – gesehen. Sie wissen schon: Diese Videos, die zeigen, wie man einen Schwan aus einer Serviette faltet, einen verstopften Abfluss wieder frei bekommt oder eine Software bedient.

How-to-Videos sind perfekt für Menschen, denen das Lernen auf visuellem Weg leichter fällt – oder für Menschen, die einfach nicht gerne lesen.

Aber aufgepasst: Während gute Anleitungsvideos Bindung zum Unternehmen schaffen, wirken schlechte Tutorials eher abschreckend. Wer eine richtig gute Video-Anleitung erstellen will, sollte einige Dinge beachten.

In unserem Anleitungsvideo erfahren Sie, wie Sie selbst ein How-to-Video aufnehmen.
Hinweis: Dieses Video ist auf Englisch, verfügt aber über deutsche Untertitel.

Wie Sie das perfekte Video-Tutorial erstellen: Tipps und Tricks

1. Wählen Sie ein interessantes Thema

Ihr Inhalt sollte möglichst viele Leute ansprechen. Noch besser ist, wenn es hierzu noch nicht viele Videos gibt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Video-Anleitungen:

  • Tutorials für interne Zwecke. Diese Videos sind meist sehr kurz (2-10 Minuten) und werden gerne als Antwort auf eine spezielle Frage oder zur Mitarbeiterausbildung genutzt.
  • Tutorials für die Öffentlichkeit. Diese Videos behandeln Themen, die für die Öffentlichkeit interessant sind, und werden gerne auf Plattformen wie YouTube oder Vimeo veröffentlicht. Welche Frage können Sie beantworten, zu der noch Informationsbedarf im Internet herrscht?

Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Inhalte ihre jeweiligen Zielgruppen wirkungsvoll ansprechen und ihnen einen Mehrwert bieten.

2. Geben Sie klare Anweisungen

Eine gutes Anleitungsvideo ist klar verständlich und leicht nachvollziehbar. Damit Ihr Tutorial diese Anforderungen erfüllt,

  • identifizieren Sie Lernziele, die als Rahmen für Ihr Video dienen,
  • erklären Sie Schritt für Schritt, was zu tun ist, ohne vom Thema abzuschweifen, und
  • gestalten Sie Ihre Video-Anleitung so kurz wie nötig, um Ihre Inhalte auf den Punkt zu bringen.

Konzentrieren Sie sich auf ein bis drei Lernziele – zu viele Informationen im selben Video sind eher verwirrend und überfordern schnell das Auffassungsvermögen. Welche Informationen sollen Ihre Zuschauer am Ende des Tutorials mitnehmen? Wenn Sie ein umfangreicheres Thema behandeln möchten, ist es u. U. besser, mehrere Video-Anleitungen zu erstellen, die sich jeweils mit einem eng gefassten Lernziel befassen.

3. Bauen Sie Ihre Video-Anleitung logisch auf

Bei einem guten How-to-Video gehen die einzelnen Abschnitte logisch ineinander über. Am besten präsentieren Sie Ihre Anweisungen in der Reihenfolge, in der sie vom Nutzer ausgeführt werden sollen. So kann der Zuschauer Ihre Anleitung einfach nachvollziehen und ggf. sogar nebenher mitlaufen lassen.

Auch wenn es schwerfällt: Versuchen Sie, Ihr eigenes Wissen auszublenden. Versetzen Sie sich in die Lage von jemandem, der zum ersten Mal mit Ihrem Thema konfrontiert wird. Nehmen Sie den Betrachter an die Hand und führen Sie ihn Schritt für Schritt durch Ihren Prozess.

Falls das Thema keine Reihenfolge vorgibt, konzentrieren Sie sich auf Zusammenhänge – welche Schritte sind voneinander abhängig? Besteht eine logische Verbindung zwischen einzelnen Unterthemen?

4. Achten Sie auf ein angenehmes Präsentationstempo

Selbst das spannendste Thema kann Ihr Publikum einschläfern, wenn es zu langsam präsentiert wird. Allerdings dürfen Sie auch nicht zu schnell von Schritt zu Schritt springen oder wichtige Erklärungen auslassen. Versetzen Sie sich in Ihr Publikum: Welche Vorkenntnisse haben Ihre Zuschauer? Was müssen Sie genauer erklären und was brauchen Sie nur kurz zu erwähnen?

Mit etwas Vorbereitung können Sie Ihr Präsentationstempo besser kontrollieren.

  • Skript. Verfassen Sie ein Drehbuch als Leitfaden für Ihren gesprochenen Kommentar. Es verhindert, dass Sie bei der Aufnahme ins Stocken geraten oder Dinge zu schnell abhandeln. Halten Sie genau fest, was Sie wann und wie sagen möchten. Ist ein Schritt kompliziert? Gehen Sie ins Detail. Ist etwas einfach? Dann verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit unnötigen Erklärungen. Ein Skript eignet sich zudem hervorragend, um frühzeitig Feedback auf ein geplantes Video zu bekommen.
Im Skript legen Sie fest, was Sie in Ihrem How-to-Video an welcher Stelle sagen wollen.
  • Voice-Over-Kommentar. Nehmen Sie Ihren Sprachkommentar separat auf. Tipps hierzu finden Sie in unserem Blog. Sprechen Sie ganz natürlich und weder zu schnell noch zu langsam. Viele Menschen werden beim Lesen automatisch schneller. Halten Sie sich bewusst zurück, auch wenn es für Sie unnatürlich klingt. Bedenken Sie, dass es oft länger dauert, etwas zu zeigen als es zu erklären. Machen Sie nach jedem Satz, Schritt und Unterschritt eine kurze Sprechpause. Das erleichtert später die Synchronisation von Audio und Video bei der Bearbeitung.
  • Cursor-Bewegungen. Die Bewegungen Ihrer Maus auf dem Bildschirm sollten ebenmäßig und nicht zu schnell sein. Das hilft dem Betrachter, Ihrem Cursor zu folgen. Üben Sie die Bewegungen bei ein paar Testdurchgängen vor der Aufnahme. Wenn nötig können Sie Bewegungsabläufe später beschleunigen.

5. Berücksichtigen Sie das Aufnahmevermögen Ihrer Zielgruppe

Unser Gehirn ist nur beschränkt aufnahmefähig. Sie dürfen Ihre Zuschauer nicht überfordern! Zu viele Informationen auf einmal machen es schwer, das Gelernte zu verarbeiten.

Wenn Sie vermeiden wollen, dass die Köpfe Ihrer Zuschauer zu rauchen anfangen, müssen Sie vorab feststellen, wie vertraut Ihre Zielgruppe mit dem behandelten Thema ist. Im Zweifel entscheiden Sie sich lieber für die Devise „weniger ist mehr“ – wenn nötig können Sie auf wichtige Details nochmal in einem Folgevideo eingehen. So haben Sie gleich neues Material für Ihre Lernbibliothek!

6. Treffen Sie die richtigen Ton

Ein gutes Anleitungsvideo ist ansprechend und informativ. Übertrieben enthusiastische oder zu monotone Sprache lenkt vom Lerninhalt ab und wirkt abtörnend auf viele Betrachter.

Ihre Wortwahl beeinflusst den Ton Ihres Videos und sollte deshalb im Skript festgehalten werden.

  • Beschreiben Sie die Dinge sachlich und neutral.
  • Vermeiden Sie Superlative und wertende Aussagen.
  • Halten Sie sich an Tatsachen und schmücken Sie Ihre Erzählungen nicht unnötig aus.

Auch Ihre Stimme wirkt sich auf den Ton des Videos auf. Lesen Sie Ihr Skript ruhig und deutlich ab – genauso, als würden Sie das Thema einem Freund erklären. Versuchen Sie, optimistisch zu klingen.

Tipp: Lächeln Sie beim Lesen! Das sorgt für einen freundlichen Ton.

Vergessen Sie nicht, Feedback einzuholen – am besten von jemandem, der mit der Materie nicht vertraut ist. Das ist der beste Weg, um festzustellen, ob Ihr Video beim Zuschauer ankommt und Sie Ihre Lernziele erfolgreich vermittelt haben.

7. Geben Sie Ihrem Video den nötigen professionellen Feinschliff

Ein gutes How-to-Video zeichnet sich nicht nur durch seinen Inhalt aus, sondern auch durch eine professionelle Tonqualität, eine interessante Bildsprache und eine ansprechende Präsentation.

Wenn Sie Ihrem Tutorial eine Bildschirmaufnahme hinzufügen möchten, achten Sie darauf, dass diese scharf und nicht verwackelt ist. Praktisch: Mit einer Screencast-Software wie Camtasia können Sie Aufnahme, Synchronisation und Nachbearbeitung innerhalb eines Programms ausführen.

Wenn Sie Ihren Sprachkommentar separat aufgenommen haben, können Sie mit Camtasia die Lautstärke Ihrer Tonaufnahme anpassen. Ihr Video sollte auch bei mittlerer Lautstärke leicht verständlich sein.

Verwenden Sie Übergänge und andere Effekte mit Vorsicht. Sie wollen den Inhalt unterstreichen, nicht davon ablenken. Camtasia bietet intuitive Funktionen wie Zoom- und Schwenkoptionen oder Animationen, um wichtige Aspekte hervorzuheben.

Wählen Sie die richtige Plattform, um Ihr Video zu veröffentlichen. Wo findet Ihre Zielgruppe es am ehesten? In vielen Fällen lautet die Antwort: YouTube. Für Unternehmensvideos kommen auch die eigene Webseite, das Intranet oder eine interne Lernbibliothek infrage. Auch Ihre Social-Media-Kanäle können Sie nutzen. Natürlich können Sie Ihr Video auch auf mehreren Plattformen gleichzeitig hochladen.

Gerne helfen wir Ihnen, die richtige Online-Videoplattform für Ihr Projekt zu finden.

Egal, ob Sie Ihre bestehenden Video-Anleitungen jetzt nochmal überarbeiten möchten otder sich ermutigt fühlen, Ihr erstes Video-Tutorial zu erstellen: Diese Tipps garantieren, dass Sie mit Ihrem How-to-Video ins Schwarze treffen. Laden Sie Camtasia als kostenlose Testversion herunter und lassen Sie Ihrem inneren Regisseur freien Lauf. Sie sehen, es ist gar nicht so schwierig.

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