Was ist Social-Media-Marketing und wie setzen es Unternehmen ein?

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Social-Media-Marketing: Strategien, Fakten und Erfolgstipps

Kaum jemand kommt heute noch an Social Media vorbei: Ob auf Facebook, Instagram, Twitter, TikTok, LinkedIn oder Pinterest – ein Großteil der deutschen Gesamtbevölkerung ist regelmäßig in den sozialen Medien unterwegs. Auch viele Unternehmen, Organisationen und Medien sind auf einem oder mehreren Social-Media-Kanälen aktiv und nutzen die Möglichkeiten des Social-Media-Marketing. Was das genau ist, wie Social-Media-Marketing zum unternehmerischen Erfolg beitragen kann und welche Besonderheiten die einzelnen Social-Media-Plattformen auszeichnen, haben wir hier zusammengefasst.

Warum Social-Media-Marketing?

Aktuelle Studien belegen das Offensichtliche: Immer mehr Menschen nutzen immer häufiger das Internet und die sozialen Medien und das immer länger: Laut ARD/ZDF-Onlinestudie waren 2021 59 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre auf Social Media unterwegs. Und: je Jünger, desto aktiver waren die Social-Media-Nutzer. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzten 91 Prozent Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, TikTok oder Pinterest. Bei den 30- bis 49-Jährigen waren es immerhin noch 75 Prozent und bei den 50- bis 69-Jährigen 45 Prozent. Natürlich lohnt es sich, bei den Nutzergruppen einzelner Kanäle genau hinzuschauen: Instagram zum Beispiel wurde 2021 in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen von 75 Prozent genutzt, bei den über 70-Jährigen hingegen von gerade einmal einem Prozent. Facebook war bei den 30- bis 49-Jährigen mit 45 Prozent Nutzern mittlerweile beliebter als bei den 14- bis 29-Jährigen mit 35 Prozent Nutzern. Letztere hingegen waren zu 44 Prozent auf Snapchat zu finden, einer Plattform, die in allen anderen Altersgruppen quasi bedeutungslos war.

Ziele des Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing bietet Unternehmen die Chance, auf den Social-Media-Plattformen speziell für ihre Zielgruppe entwickelten Content zu teilen, mit den Nutzern zu kommunizieren und damit ihre Reichweite zu vergrößern. Weitere Ziele des Social-Media-Marketing sind: die Markenloyalität bestehender Kunden zu festigen, Neukunden zu gewinnen und Kontakt zu potenziellen Kunden herzustellen. Selbst Feedback und negative Kommentare können sich Unternehmen zunutze machen: um ihre Produkte zu verbessern und weiterzuentwickeln und um schneller auf Beschwerden reagieren zu können.

Verändertes Kauf- und Suchverhalten der Konsumenten

Doch warum ist Social-Media-Marketing so wichtig? Das Kauf- und Suchverhalten der Konsumenten hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Vor dem Kauf sucht man im Internet nach dem idealen Produkt und nach Bewertungen. Kommentare und Empfehlungen werden gelesen, bevor sich ein Kunde für ein Produkt entscheidet. Sind ein Unternehmen und dessen Produkte online nicht auffindbar oder gibt es dazu keine Bewertungen, existieren sie für viele potenzielle Käufer schlicht nicht. Aktive Social-Media-Unternehmensprofile zeugen von Relevanz und können Vertrauen herstellen: Das Unternehmen belegt, dass es ansprechbar ist: Kunden können direkt und unkompliziert Kontakt aufnehmen und Ansprechpartner finden.

Social-Media-Marketing: Strategien und Erfolgstipps

Laut ARD/ZDF-Onlinestudie ist Facebook zwar nach wie vor die wichtigste Social-Media-Plattform in Deutschland mit einer Verbreitung von 38 Prozent im Jahr 2021. Doch Instagram holt stetig auf: 32 Prozent der Deutschen über 14 waren dort 2021 unterwegs und ganze 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen. Plattformen wie Twitter, TikTok oder Snapchat kommen nur auf rund 10 Prozent in der deutschen Gesamtbevölkerung, während Pinterest ebenfalls wichtiger wird: 20 Prozent waren dort 2021 insgesamt aktiv und 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen.

Das soll nun aber nicht heißen, dass ein Unternehmen einfach nur einen Facebook- oder einen Instagram-Auftritt braucht und schon steigt der Umsatz. Für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie kommt es auf mehr an:

  1. Wählen Sie die Social-Media-Kanäle aus, auf denen sich Ihre Zielgruppe bewegt: Bauen Sie Ihre Strategie nicht blind auf generelle Aussagen auf, wie „Facebook ist tot“, „Instagram ist nur Fotomodells“ oder „TikTok ist was für Kids“.
  2. Entwickeln Sie kreativen Content für einen speziellen Kanal: Einmal produzieren und dann auf allen Kanälen das Gleiche posten? Das funktioniert nur bedingt. Seien Sie auf Ihrem Zielkanal aktiv und finden Sie heraus, wie dort kommuniziert wird und welche Inhalte erfolgreich sind.
  3. Stellen Sie Ihre Nutzer in den Mittelpunkt: Denken Sie bei Ihren Postings zuallererst an Ihre Zielgruppe: Was spricht Ihre Nutzer und Follower an? Womit können Sie Aufmerksamkeit erzielen?
  4. Entwickeln Sie einen langfristigen Redaktionsplan: Mal eben was auf Insta posten? Das mag zu Beginn reichen. Aber nach der anfänglichen Euphorie versanden viele Social-Media-Projekte, weil nicht konstant Inhalte geliefert werden. Machen Sie deshalb einen Redaktionsplan: Legen Sie Zeiten fest, an denen Sie posten, und entwickeln Sie vorab Content und kreative Ideen.
  5. Setzen Sie Ihre angepeilten Umsatzsteigerungen nicht zu hoch an: Viele Unternehmen erwarten, dass sich Social-Media-Marketing sofort beim Umsatz bemerkbar macht. Seien Sie realistisch bei Ihren Zielvorgaben. Auch mehr Markenbekanntheit oder Kundenzufriedenheit können legitime Ziele sein.
  6. Werten Sie regelmäßig Ihre Social-Media-Strategie aus: Wie viele Follower konnten Sie hinzugewinnen? Welche Posts bekommen besonders viele Reaktionen? Wie schlägt sich Ihr Social-Media-Marketing in höheren Verkaufszahlen wieder? Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse, um Ihre Social-Media-Strategie stetig zu verbessern.
  7. Bedenken Sie, dass Ihre Follower meist sowohl beruflich als auch privat auf Social Media unterwegs sind: Auch Kooperationen und neue Unternehmenskontakte (B2B-Marketing) werden in den sozialen Medien angebahnt. Decken Sie auch diesen Bereich mit Ihrem Content ab.

Überblick Social-Media-Kanäle

Wenn es um spezifischen Content geht, hat jede Plattform ihre eigenen Regeln. So unterscheiden sich Facebook und Instagram bei den Bild- und Mediengrößen. Instagram, ursprünglich zum Teilen von Fotos entwickelt, bietet weitaus mehr Optionen für Bildformate und Videos. Wie das im Einzelnen aussieht, können Sie in den folgenden Beiträgen nachlesen:

Facebook – Bildgrößen und Designtipps: Welche Größen sind für das Titelbild und Profilbild auf Facebook richtig? Wie passen Sie die Bildgrößen für Mobilgeräte an?
Hero Image: Instagram Bilder
Instagram – alle Formate und Bildgrößen: Das sollten Sie bei der Gestaltung von Profilbild, Foto- und Videopost, Insta Story und Insta Live beachten.
Download von Videos und Bildern auf Instagram: Wie Sie Bilder und Videos auf Instagram nicht nur liken und teilen, sondern auch herunterladen.
Pinterest – Bilder hochladen und speichern: So veröffentlichen und speichern Sie Bildbeiträge (Pins) auf Pinterest und nutzen die Plattform als Unternehmen.
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Nutzen Sie schon TikTok für Werbung und schalten TikTok-Ads? Für wen sich Werbung auf TikTok lohnt und welche Ad-Formate es gibt.
Twitter Bildergrößen: So groß sollten Profilbild und Titelbild (Banner) auf Twitter sein plus Tipps zur Größe und zum Design von In-Stream Bildern.

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Was sind Social Ads und welche Rolle spielen sie?

Social Ads sind Werbeanzeigen in den sozialen Medien und ein wichtiger Teil des Social-Media-Marketing. Nun fragen Sie sich vielleicht, warum Sie eine Werbeanzeige schalten sollen, wenn doch das Posten von Content umsonst ist. Die Wahrheit ist: Die natürliche Reichweite, die Sie als Unternehmen mit Ihrem Social-Media-Auftritt erreichen können, wurde von den Plattformbetreibern immer weiter eingeschränkt.

Deshalb kommt heute kaum noch ein Unternehmen ohne Social Ads aus. Der Vorteil von Social Ads: Sie können damit zielgerichtet und mit klaren Eingrenzungen bestimmte Zielgruppen ansprechen. Im Vergleich zu klassischen Werbemitteln wie Zeitungsanzeigen, Flyern oder Werbespots ist der Streuverlust bei Social Ads deshalb wesentlich geringer. Und: Mit Social Ads können Sie nicht nur neue Zielgruppen erreichen und Neukunden gewinnen. Auch bereits bestehende Follower Ihrer Social-Media-Seiten können Sie mit zusätzlichen Social Ads ansprechen und an sich binden.

Was bedeutet Influencer Marketing und wie wichtig ist es?

Ein weiterer Begriff, der im Zusammenhang mit Social Media häufig fällt, ist Influencer Marketing. Beim Influencer Marketing nutzen Sie als Unternehmen die Reichweite und Community von Personen, die eine starke Social-Media-Präsenz haben. Influencer haben Einfluss auf das Kauf- und Konsumverhalten ihrer Follower. Spricht ein Influencer positiv über Ihr Produkt oder Ihren Service, kann sich das positiv auf Ihre Markenreputation und im Idealfall auf Ihren Umsatz auswirken.

Entscheidend bei der Wahl eines Influencers ist, vorab die Zusammensetzung der Follower zu analysieren. Eine möglichst große Schnittmenge mit Ihrer Zielgruppe ist ideal. Schauen Sie sich auch die Interaktionsrate der Follower an: Gibt es zahlenmäßig viele Follower, aber kaum Reaktionen auf den Content des Influencers, ist das kein gutes Zeichen. Natürlich spielt auch gegenseitige Sympathie eine Rolle und ob Ihr Produkt gut zu den sonstigen Inhalten des Influencers passt. Influencer Marketing ist heute ein so wichtiger Bereich des Social-Media-Marketing, dass sich ganze Agenturen darauf spezialisiert haben.

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