Digital unterrichten: Strategien für die Hochschullehre

Wie Unis und Hochschulen ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, erfolgreiche Online-Kurse anzubieten.

Online-Kurse und Fernunterricht sind aus dem modernen Bildungswesen nicht mehr wegzudenken. Lehrbeauftragte müssen sich dieser Entwicklung anpassen und vermehrt digitale Lernwelten für Studierende schaffen. Moderne Hilfsmittel ersparen ihnen hierbei viel Arbeit – allen voran Video. Doch vielen Dozenten fehlen die nötigen Fähigkeiten. Sie sollen zwar digital unterrichten, erhalten jedoch kaum Training von den Hochschulen, was den Einsatz neuer Medien betrifft.

Dabei haben viele Hochschuldozenten noch nie zuvor ein Lernvideo, geschweige denn einen ganzen E-Learning-Kurs, erstellt. Und auch viele erfahrene Video-Referenten wären dankbar, wenn ihnen die Schulleitung mehr Unterstützung für den Online-Unterricht geben würde.

Mit den Tipps und Strategien in diesem Artikel erleichtern Sie Lehrkräften den Einstieg in den Fernunterricht und helfen ihnen, diesen anregend zu gestalten.

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So führen Sie Ihre Dozenten an das digitale Unterrichten heran

Hochschullehrer haben neben der Betreuung der Studierenden zahlreiche andere Verpflichtungen, von Gremientätigkeiten bis hin zu Verwaltungsaufgaben. Respektieren Sie ihre Zeit. Bieten Sie ihnen die Möglichkeit, neue Softwareanwendungen für den Online-Unterricht im selbstbestimmten Tempo zu erlernen. Setzen Sie verschiedene Schulungsstrategien ein, die individuelle Lernpräferenzen berücksichtigen.

Stellen Sie Schulungsmaterialien in verschiedenen Formaten bereit

Viele Menschen lernen besser mit visuellen Medien. Laut einer aktuellen Studie des Verhaltensökonomen Dr. Alastair Goode erledigen zwei Drittel (67 %) aller Angestellten ihre Aufgaben effizienter, wenn schriftliche Anweisungen durch Bilder (Screenshots) oder Videos ergänzt werden. Veranschaulichen Sie schriftliche Anleitungen durch aussagekräftige Screenshots und bieten Sie Tutorial-Videos, Screencasts und andere Erklärvideos an. Egal, welche Formate Sie wählen: Machen Sie deutlich, wie die einzelnen Schritte ausgeführt werden und welcher Schritt als nächstes folgt.

Weiterführende Informationen: Lern- und Erklärvideos für Einsteiger

Stellen Sie alle Schulungsmaterialien an einem zentralen Ort auf Abruf zur Verfügung, beispielsweise innerhalb Ihres Lernmanagementsystems. Dort sind sie leicht auffindbar für Lehrende, die ihren Online-Unterricht vorbereiten.

Schaffen Sie Nähe mit Webcam-Videos

Lassen Sie die Webcam mitlaufen, wenn Sie Schulungsvideos aufnehmen. Forscher an der MIT und der University of Rochester haben herausgefunden, dass Videozuschauer besser aufpassen, wenn sie ihre Referenten sehen. Sie können die Aufnahme Ihrer Webcam als Bild-im-Bild, z. B. in der unteren Ecke, anzeigen oder zwischen der Webcam- und der Bildschirmaufnahme hin und her wechseln.

Videotraining eignet sich auch wunderbar, um Weiterbildungsmöglichkeiten auf Dozenten auszuweiten, die nicht vor Ort sind. „Viele unserer Lehrkräfte sind nicht in Odessa, sondern über das ganze Land verstreut“, erklärt Jennifer Lee, Spezialistin für Web Design und Lehrtechnik am Odessa College in Texas. „Es ist einfacher, sie mit Video zu erreichen. Hierfür zeichnen wir Workshops auf und stellen sie über unser BlackBoard LMS bereit.“ Erstellen Sie ein Inhaltsverzeichnis im Video, damit die Pädagogen einen schnellen Überblick haben und jederzeit zu den für sie relevanten Themen gelangen.

Erklären Sie Workflows von Anfang bis Ende

Einer der häufigsten Fehler bei der internen Weiterbildung ist es, verschiedene Tools zu erklären ohne zu zeigen, wie sie ineinandergreifen und wie einzelne Arbeitsschritte zusammenhängen. Zum Beispiel: In welchem Format sollten Videos abgespeichert werden, damit sie problemlos ins Lernmanagementsystem integriert werden können? Wie kann man Videos bei Bedarf nachbearbeiten? Gehen Sie Workflows von Anfang bis Ende durch und geben Sie detaillierte Erklärungen für jeden Schritt.

Starten Sie mit kleinen Gruppen

Anstatt Ihr gesamtes Personal auf einmal zu schulen, sollten Sie lieber einzelne Gruppen, Abteilungen oder Lehrstühle separat einweisen. Ein gewohntes Umfeld mit bekannten Kollegen steigert die Lernmotivation.

„Wir haben festgestellt, dass Nutzer neuen technischen Anwendungen offener gegenüberstehen, wenn sie diese gemeinsam mit Freunden oder Kollegen erlernen“, erklärt Lee. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes: Sie können besser auf die individuellen Anforderungen der jeweiligen Nutzer eingehen.

Stellen Sie weiterführende Informationen online zur Verfügung

Einführungsvideos sind ein guter Anfang, aber möglicherweise benötigen Ihre Online-Referenten ausführlichere Anweisungen, um ihre eigenen E-Learning-Kurse zu erstellen. Ergänzen Sie Ihre Schulungsmaterialien, indem Sie einen praxisorientierten Workshop aufnehmen und die Aufzeichnung zusammen mit den schriftlichen Anleitungen und Video-Tutorials zur Verfügung stellen. Sie können auch Fragen per Video beantworten. So erstellen Sie eine Lernbibliothek mit kurzen Erklärvideos, die Sie mit der ganzen Gruppe teilen können.

Konzentrieren Sie sich auf Einzelfälle

Möglicherweise benötigen einige Dozenten eine helfende Hand in der Übergangsphase. Das sollten Sie in Ihrer Planung berücksichtigen und Zeit bzw. Personal einplanen, um bei Bedarf individuelle Hilfestellung zu geben.

Am Odessa College werden u. a. persönliche Schulungen im Rahmen des Onboarding-Prozesses angeboten. „Hierbei handelt es sich um kurze Sitzungen mit einem Themenschwerpunkt. Sie kommen bei unseren Dozenten sehr gut an“, sagt Lee. „In vielen Fällen müssen wir nur einmal zeigen, wie einfach das erste Video sein kann. Danach steigt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Motivation, sodass sie immer mehr Eigeninitiative ergreifen und wir immer weniger Unterstützung leisten müssen.“

Natürlich gibt es hin und wieder „alte Hasen“, die neuen Technologien kritisch gegenüberstehen. Hier ist etwas mehr Überzeugungsarbeit nötig. Allerdings handelt es sich auch hier meist um Einzelfälle. Liefern Sie konkrete Argumente dafür, den Fernunterricht moderner zu gestalten: Welche Vorteile ergeben sich daraus – nicht nur für die Fakultät insgesamt, sondern auch für den Dozenten? Machen Sie deutlich, dass Technologie die Rolle des Dozenten im Kurs hervorhebt und diese nicht, wie oft befürchtet, minimiert. Es kann etwas dauern, aber die meisten Skeptiker lassen sich so auf Ihre Seite bringen.

Experten-Tipp: Setzen Sie auf „Influencer“

Spannen Sie Dozenten ein, die schon länger erfolgreich digital unterrichten. Sie können ihren Kollegen die Vorteile der neuen Videosoftware schmackhaft machen und als Mentoren für Videoneulinge dienen.

So helfen Sie Ihren Dozenten, bessere E-Learning-Kurse zu erstellen

Die digitalen Kompetenzen eines Lehrers oder Dozenten dürfen sich nicht allein auf die Technologie beschränken. Sind die technischen Fragen geklärt, geht es ans Eingemachte: Können Lehrende ihr Publikum auch bei der Stange halten, wenn sie ihren Unterricht online geben?

Mit Hilfe der folgenden Lern- und Erklärvideos im Unterricht können Online-Kursanbieter selbst im virtuellen Umfeld eine Bindung zu den Lernenden aufbauen, den zwischenmenschlichen Austausch fördern und Lernerfolge messen. So schaffen sie die besten Voraussetzungen, um ihre pädagogischen Ziele zu erreichen.

Vorstellungsvideo

Das erste Video in einem E-Learning-Kurs sollte eine kurze Begrüßung sein. In diesem Video stellt sich der Kurs- oder Seminarleiter vor und verrät, was die Lernenden erwartet. Gerne dürfen auch ein paar persönliche Informationen mit einfließen. Das hilft den Studierenden, ihren Dozenten als Mensch zu sehen.

Tracy Schaelen, Verantwortliche für Fernunterricht am Southwestern College in Chula Vista, Kalifornien, erstellt grundsätzlich ein kurzes Begrüßungsvideo für die Teilnehmer ihrer Online-Kurse.
Quelle: YouTube | Tracy Schaelen

Kursüberblick

In diesem Video können Dozenten wichtige Informationen zum Kursablauf teilen: „Wo finde ich die nötigen Studienmaterialien?“ „Wie reiche ich meine Hausarbeiten ein?“ „Wie und wann kann ich mit meinem Kursleiter kommunizieren?“ Das ist effizienter, als im Laufe der nächsten Wochen immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten.

Eine Dozentin am Odessa College nutzt Video, um ihren Kursteilnehmern den Weg zu ihrem Büro zu zeigen. Dazu hat sie die Strecke durch das Labyrinth des Hochschulgebäudes bis direkt vor ihre Tür gefilmt. „Es war etwas ungewöhnlich, aber die Studierenden fanden es toll. Sie konnten sehen, dass ihre Dozentin eine reale Person ist“, sagt Shawn Shreves, stellvertretender Leiter der IT-Abteilung am Odessa College. „Das gibt dem Ganzen einen persönlichen Touch.“

Themenvorschau

Mit dieser Art von Video steigern Dozenten das Interesse für anstehende Themen oder Lektionen und geben den Ton für die kommenden Kursinhalte an. Das fördert die Bindung zwischen Lehrkraft und Lernenden.

In einem Vorschauvideo können Dozenten Kursteilnehmern einen Vorgeschmack auf anstehende Themen im Online-Unterricht geben.
Ryan Eash gibt einen Vorgeschmack auf die zweite Woche seines Online-Kurses und erklärt, was seine Teilnehmer erwartet.
Quelle: Ryan Eash

Wenn die eigene Stimme seltsam klingt

Eine Hürde, die viele beim Aufnehmen von Videos überwinden müssen, ist der Klang der eigenen Stimme.

Auch für Stephanie Entringer von der Southeast Technical University war das ursprünglich ein Problem. „Am Anfang hat mir Video echt zu schaffen gemacht. Niemand hört sich gerne selbst reden.“ Aber im Laufe der Zeit realisierte sie, dass ihre Stimme Teil ihrer Persönlichkeit ist und die Beziehung zu ihren Kursteilnehmern vertieft. Was von ihr als störend empfunden wurde, war für ihre Zuhörer völlig normal. „Wir sind alle nur Menschen. Niemand muss perfekt sein.“

Ermutigen Sie Ihre Online-Dozenten, die eigene Stimme als ein charakteristisches Merkmal zu akzeptieren, das ihre Persönlichkeit unterstreicht.

Videos als Ergänzung zu schriftlichen Kursunterlagen

Ermuntern Sie Dozenten, wichtige Kursinhalte nicht nur schriftlich bereitzustellen, sondern diese mit einem kurzen Erklärvideo zu ergänzen. Im Idealfall sollten sie mehrere kurze Videoclips erstellen, die spontan und ungezwungen wirken.

„Den Studierenden ist es egal, ob ich einen kleinen Fehler gemacht habe, ob meine Frisur sitzt oder ob ich während der Aufnahme niesen musste“, sagt Tracy Schaelen, Verantwortliche für Fernunterricht beim Southwestern College in Chula Vista, Kalifornien. „Sie wollen mich einfach nur sehen – und zwar so, wie ich bin, und nicht in der Rolle einer professionellen Sprecherin. Dadurch wirken meine Inhalte menschlicher.“

Folgende Kursinhalte lassen sich gut in Videos erklären:

  • Unterrichtsplan
  • Kursablauf
  • Laborverfahren
  • Details zu Projekten oder Übungsaufgaben
  • Termine, Abgabefristen und Lernziele

Videofeedback

Rotstift auf Papier war gestern. Im modernen Online-Unterricht setzen Lehrkräfte Video ein, um Feedback auf Übungsaufgaben und Lernkontrollen zu geben. Mit Hilfe einer Screenrecording-Software können sie Bildschirminhalte festhalten, während sie Korrekturen in einem digitalen Dokument näher erläutern, Anmerkungen erklären und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Videogestütztes Feedback wirkt weniger distanziert und kommt bei Studierenden generell sehr gut an.

Videoaufgaben

Ob es darum geht, ein literarisches Werk zu analysieren, ein komplexes Theorem zu beweisen oder ein Experiment im Labor zu filmen: Videoaufgaben bringen die Kreativität der Studierenden zum Vorschein und erweitern nebenbei ihre digitalen Kompetenzen. Weitere Einsatzmöglichkeiten für Video sind kurze Clips, in denen sich die Kursteilnehmer vorstellen oder das Thema der Woche diskutieren. Das fördert den Austausch innerhalb des Kurses und stärkt die Bindung zwischen Studienkollegen.

So steigern Sie die Begeisterung für moderne Lehrmethoden

Was viele nicht wissen: Videos geben dem Online-Unterricht eine persönliche Note. Sie stellen eine interaktive Ergänzung zu PowerPoint-Präsentationen, Lehrbuchinhalten und schriftlichen Unterrichtsmaterialien dar. Das hilft, die physische Distanz im digitalen Lernumfeld zu überbrücken. Wecken Sie Begeisterung für dieses Medium, indem Sie Ihren Dozenten die Vorteile von Lern- und Erklärvideos im Unterricht schmackhaft machen.

Vorteil 1: Videolektionen sind kurz und fokussiert

Beim digitalen Unterrichten müssen die Studierenden nicht stundenlang in Vorlesungen sitzen, denn Lektionen können in mehrere Lerneinheiten aufgeteilt werden. Ermutigen Sie Ihre Dozenten, kurze Videos zu eng gefassten Themen für ihre E-Learning-Kurse zu erstellen. Laut einer Studie der MIT und University of Rochester ist eine Länge von 10 Minuten oder weniger ideal. Diese Mini-Lektionen lassen sich besser verarbeiten und verhindern, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer nachlässt. Außerdem können sie jederzeit unterbrochen, zurückgespult und bei Bedarf wiederholt werden (zum Beispiel als Vorbereitung auf eine Prüfung).

Auch hier hilft eine Screenrecording-Software, mit der sich Bildschirminhalte wie PowerPoint-Folien, Dokumente, Webseiten usw. aufzeichnen und anschließend mit den Kursteilnehmern teilen lassen. Oder die Dozenten verwenden ihren Bildschirm als Tafel, um mathematische Gleichungen oder chemische Formeln zu erklären.

Weiterführende Informationen: Aufnahme eines Webinars

Vorteil 2: Video vermittelt Lehrinhalte effektiver

Laut einer Studie von Richard E. Mayer, Psychologieprofessor an der University of California Santa Barbara, unterstützen Bilder den Lernprozess und vermitteln Inhalte effektiver als Text allein.

Eine Grafik zeigt die Funktionsweise einer Wasserstoffbrennzelle.
Das Beispiel oben macht deutlich, wie Bilder helfen, die Funktionsweise einer Wasserstoffbrennzelle besser zu erklären.

Folgende Tipps helfen Ihren Dozenten, den Fernunterricht so lernfreundlich wie möglich zu gestalten:

  • Erklären Sie komplizierte Konzepte mit visuellen Hilfsmitteln.
  • Setzen Sie Bilder, Grafiken und Diagramme ein.
  • Zeigen Sie Ihr Gesicht über die Webcam, entweder als Bild-im-Bild oder abwechselnd mit der Bildschirmaufnahme.
  • Vermeiden Sie textlastige Folienpräsentationen.

Verglichen mit Präsenzunterricht geben videogestützte Online-Kurse den Dozenten mehr kreativen Spielraum. Bei einer Vorlesung im Hörsaal gehen visuelle Hilfsmittel leicht unter. Im digitalen Unterricht nehmen sie eine zentrale Rolle ein. Auch Musik, Animationen und virtuelle Hintergründe sprechen die Zuhörer an. So lassen sich Lerninhalte anschaulicher – und damit erfolgreicher – vermitteln.

Experten-Tipp: Nutzen Sie Open Educational Resources (OER)

Neben selbst produzierten Videos können Dozenten Videos von anderen Referenten in ihre E-Learning-Kurse einbauen. Zahlreiche Lehrmaterialien stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung und dürfen für Unterrichtszwecke genutzt werden. Gute Anlaufstellen für derartige Inhalte sind das OER-Directory und OER-Eichhörnchen.

Dozenten am Mott Community College nutzen moderne Lehrmethoden wie Videos, um den Unterricht praxisnah zu gestalten.
Dozenten am Mott Community College demonstrieren die praktische Umsetzung von Lerninhalten anhand von Videos, wie hier die Professorin für Gesundheitswissenschaften Heidi Clippard.

Vorteil 3: Video fördert die Kommunikationskompetenz der Lernenden

Auch im Online-Unterricht sind Diskussionen ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses – sowohl zwischen Dozenten und Studierenden als auch unter den Lernenden. Diskussionsforen und E-Mail-Threads gehören zu den beliebtesten Kommunikationskanälen für E-Learning-Plattformen. Egal, welche Methode sie wählen: Wichtig ist, dass die Dozenten sich aktiv am Diskussionsgeschehen beteiligen, weiterführende Fragen stellen und dafür sorgen, dass die Konversation nicht ins Stocken gerät.

Hier ein paar Tipps für Dozenten, um lebhafte Diskussionen zu fördern, wenn sie Online-Kurse anbieten:

  • Stellen Sie offene Fragen. (Vermeiden Sie Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können.)
  • Formulieren Sie klare Erwartungen (regelmäßige Beteiligung, mindestens x Beiträge usw.).
  • Übertragen Sie die Leitung einer Diskussion an Kursteilnehmer.
  • Lassen Sie Kursteilnehmer Fragen per Video beantworten und die Aufnahmen mit ihren Studienkollegen teilen.
  • Fördern Sie den Dialog über Messenger-Apps, Live-Video-Meetings und Videofeedback.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Im Idealfall haben Sie eine LMS- und Videoplattform, die das Erstellen und Abrufen von Inhalten erleichtert. Wichtig sind unter anderem Wiedergabefunktionen, eine barrierefreie Navigation und ein für Bildschirmleser optimiertes Design.

Darüber hinaus sollten Dozenten

  • ihren Videos Untertitel hinzufügen. Diese können entweder manuell verfasst, von einem Drittanbieter transkribiert oder automatisch über die Videoplattform erstellt werden.
  • aussagekräftige Titel und Beschreibungen für ihre Videos und schriftlichen Kursmaterialien erstellen, damit Bildschirmleser die Inhalte wiedergeben können.
  • sämtliche Videoinhalte wie Tabellen, Grafiken und Diagramme mündlich erklären, sodass auch Studierende mit Sehbehinderungen die Konzepte nachvollziehen können.

Nächste Schritte

Mit Hilfe der hier aufgeführten Tipps werden Ihre Dozenten in kürzester Zeit erfolgreich digital unterrichten. Scheuen Sie sich nicht, verschiedene moderne Lehrmethoden, Technologien und Kurselemente auszuprobieren, bis Sie den besten Workflow für Ihre Hochschule finden. Das Schöne an virtuellen Lernplattformen ist, dass sie sich flexibel modifizieren lassen.

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